Formel 1

Mit Rückenwind nach Asien - Force India Vorschau: Singapur GP

Nach tollen Auftritten in Spa und Monza will Force India auch in Singapur angreifen. Die Strecke verlangt jedoch ganz andere Eigenschaften.
von Chris Lugert

Motorsport-Magazin.com - Nach zwei tollen Wochenenden für Force India in Spa und Monza, die mit Platz fünf in der Konstrukteurs-WM belohnt wurden, geht es nun nach Singapur. Dort wird es dem Team allerdings wesentlich schwerer fallen, sich in den Top-Regionen aufzuhalten, denn der Topspeed - die größte Stärke Force Indias - ist dort weniger entscheidend. "Wir haben das Potential, beide Autos in die Top 10 zu bekommen, aber es wird eine komplett andere Herausforderung in den engen und kurvenreichen Straßen von Singapur", weiß Teamchef Dr. Vijay Mallya.

Auf einer Welle des Erfolgs reitet Sergio Perez nach Asien. Aus den beiden vergangenen Rennen brachte er 18 Punkte mit und überholte damit Teamkollege Nico Hülkenberg in der WM. "Ich reise mit guten Gefühlen nach Singapur. Wir haben in den letzten beiden Rennen gesehen, wie konkurrenzfähig wir sind und ich bin mir sicher, dass wir ein ähnliches Level auch in Singapur erreichen können", strotzt der Mexikaner vor Selbstvertrauen.

Sergio Perez überholte Nico Hülkenberg in der WM - Foto: Sutton

Der Marina Bay Circuit zählt zu seinen Lieblingsstrecken. "Ich habe immer Punkte geholt, wenn ich dort gefahren bin. Ich mag es, dort zu fahren, denn man muss aggressiv und präzise vorgehen, und das kommt meinem Fahrstil entgegen", so Perez, der ebenso die Hitze und die Luftfeuchtigkeit in Singapur auf dem Zettel hat.

Nico Hülkenberg zeigt sich vor allem angetan von der besonderen Stimmung in Singapur. "In der Stadt ist viel los und es herrscht eine großartige Atmosphäre, egal wo man hingeht. Wenn abends alles beleuchtet ist, sieht es einfach atemberaubend aus", kommt der Deutsche kaum aus dem Schwärmen heraus. Respekt zollt er vor allem den Arbeitern, die jedes Jahr die Straßen in eine Rennstrecke verwandeln.

Der erste Sektor sticht für mich heraus, besonders der Rechtsknick in Kurve sechs und der Bremspunkt in Kurve sieben hinein.
Nico Hülkenberg

Und genau diese Rennstrecke ist für Hülkenberg etwas ganz Besonderes, vor allem ein Teil. "Der erste Sektor sticht für mich heraus, besonders der Rechtsknick in Kurve sechs und der Bremspunkt in Kurve sieben hinein. Man braucht ein Auto, das die Bodenwellen gut nimmt, gut über die Kerbs geht und dir Vertrauen in den langsamen und mittelschnellen Kurven verleiht", zählt Hülkenberg die Anforderungen an das Auto auf.

Force India: Singapur Bilanz

Force India in Singapur: Nachdem die ersten Rennen im Stadtstaat für die indische Mannschaft nicht nach Wunsch gelaufen waren, holte Adrian Sutil 2010 als Neunter zum ersten Mal Punkte. Das bis dato beste Resultat erzielte Paul di Resta 2012 als Vierter. Im Vorjahr punkteten sowohl Nico Hülkenberg als auch Sergio Perez.

Nico Hülkenberg in Singapur:Der Deutsche belegte in Singapur zwei Mal den neunten Rang und holte auch als Zehnter Punkte. Nur 2012 ging Hülkenberg als 14. leer aus.

Sergio Perez in Singapur:Vier Mal war der Mexikaner bisher in Singapur am Start und ebenso so oft sammelte er auch Punkte. Nach zwei zehnten Rängen überquerte Perez die Ziellinie 2013 als Achter und belegte im Vorjahr den siebten Platz.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Force India reist mit einem Sack voll Selbstbewusstsein nach Singapur. Allerdings muss man aufpassen, dass die Euphorie nicht ganz schnell zu Ende ist. Lange Geraden gibt es auf dem Marina Bay Circuit nicht, hier kommt es vor allem auf Straßenlage und Traktion an. Doch das neue Auto ist eine Verbesserung in allen Bereichen. Mit Mercedes, Ferrari und auch Red Bull wird man nicht mithalten können, dahinter ist jedoch alles machbar, zumal auch Williams bekannt dafür ist, sich auf engen Kursen schwer zu tun. Punkte sind also auf alle Fälle möglich. (Chris Lugert)


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