Wie war das Rennen, Fernando?
Fernando Alonso Insgesamt war es ein gutes Wochenende. Ich befand mich immer unter den ersten Drei, sogar unter nassen Bedingungen am Samstag. Die 13. Position in der Startaufstellung entsprach nicht dem eigentlichen Potenzial des Fahrzeugs, sondern hing mit dem schlechten Wetter beim Qualifying zusammen. Ich wusste, dass ich langsamere Fahrer leicht überholen konnte – bis ich über 17 Runden hinter Jacques Villeneuve fest hing. Wir lieferten uns einen fairen Wettkampf – aber das Ganze hat mich 25 Sekunden gekostet. Trotzdem wusste ich, dass ich aufschließen kann, weil mein Fahrzeug gut ausbalanciert war, wir gute Boxenstopps eingelegt haben und mit ausgesprochen konkurrenzfähigen Michelin-Reifen unterwegs waren – dadurch konnte ich als Dritter ins Ziel fahren.
Du bist ein paar Mal fast von der Strecke abgekommen...
Fernando Alonso: Nicht wirklich... aber ich muss zugeben, dass ich zwei- oder dreimal auf den Rasen gekommen bin. Zu diesem Zeitpunkt attackierte ich hart und war mit viel Treibstoff unterwegs. Das war schwierig, aber mein Auto wurde mit jeder Runde schneller. Das Rennen hat wirklich viel Spaß gemacht.
Hast du beim Start an das Podium gedacht?
Fernando Alonso: Ehrlich gesagt, nein. Ich wusste, dass ich ein gutes Auto habe, aber ich rechnete nicht damit, so gut abzuschneiden. Für mich fühlte sich der Platz auf dem Podest in Australien fast wie ein Grand Prix-Sieg an.
Giancarlo konnte seine Reifen schonen, während du die ganze Zeit attackieren musstest. Wie verhielten sich die Reifen?
Fernando Alonso: Es war so, als führe ich 57 Runden Qualifying, so hart habe ich attackiert. Mit der großen Menge Treibstoff an Bord war das Auto nicht leicht zu fahren, aber ich konnte trotzdem vier Fahrzeuge überholen – was in Melbourne wirklich ungewöhnlich ist, da die Strecke sich normalerweise nicht dazu eignet. Die Reifen bereiteten mir während des Rennens keinerlei Probleme. Also auf diesem Weg noch einmal vielen Dank an Michelin!



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