Formel 1

Mehr Power, mehr Downforce - McLaren: Neues Heck in Barcelona

Bei McLaren werden derzeit 24-Stunden-Schichten gefahren. Nicht nur Honda verspricht Verbesserungen, sondern auch das Chassis wird überarbeitet.
von Haris Durakovic

Motorsport-Magazin.com - Die Marschrichtung für die ersten vier Rennen war nach den verpatzten Wintertests klar: McLaren-Honda muss so viele Kilometer wie möglich abspulen, um die neue Power Unit kennen- und verstehen zu lernen. Jetzt steht zunächst eine dreiwöchige Pause an. Renndirektor Eric Boullier baut auf den japanischen Partner: "Wenn wir die von Honda versprochene Verbesserung der Power erhalten, sollten wir idealerweise in der Lage sein, nicht überrundet zu werden und auf Punkte loszugehen."

Überarbeiteter Motor, neues Heck: McLaren will ab Spanien in die Punkte fahren - Foto: Sutton

Neben einer überabeiteten Power Unit wird es auch am Chassis einige Änderungen geben. Boullier sagte gegenüber spanischen Medien, dass die gesamte Heckpartie grundüberholt wird. Der Franzose verspricht: "Bezüglich des Chassis werden die Updates während der kommenden vier Rennen erheblich umfangreicher ausfallen als in den letzten zwei."

McLaren hat auf Abtrieb verzichtet, weil das Leistungsdefizit des Motors so groß ist.
David Coulthard

Auch David Coulthard, ehemaliger McLaren-Pilot, fiel auf, dass Alonsos MP4-30 viel gerutscht ist, das Auto also auch aerodynamisch noch viel Entwicklungspotenzial hat. "Das kann aber auch daran liegen, dass sie auf etwas Abtrieb verzichtet haben, weil das Leistungsdefizit des Motors so groß ist." Der Schotte ist aber zuversichtlich, dass sein ehemaliger Arbeitgeber zurückkommen wird: "McLaren ist eines von wenigen F1-Teams, die in ihrer Geschichte gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, ihre Autos gut weiterzuentwickeln, auch wenn der Saisonstart wirklich schwach gewesen ist."

Mika Häkkinen, zweifacher Weltmeister in Diensten von McLaren, hat hingegen seine Zweifel, ob Alonso wirklich willens ist, zu warten, bis McLaren wieder bei der Musik ist: "Ist Fernando bereit, die nächsten zwei, drei oder vielleicht sogar vier Jahre zu fahren, ohne im Ansatz in der Lage zu sein, Siege einzufahren? Es kann ein langweiliger Prozess werden, denn die Saison ist lang. Man reist um die Welt und es ist wirklich sehr, sehr hart, sich dauerhaft zu motivieren." Geht es nach Boullier, wird der Prozess schneller vorbei sein, als Häkkinen vermutet.


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