Formel 1

Neues Richtlinienpapier bewilligt - Ecclestone: Menschenrechte gehören respektiert

Bernie Ecclestone liebt das Geld und die Macht. Und Menschenrechte respektiert er jetzt auch. Ein kleiner Schritt für ihn, eine großer für die Menschheit.
von Haris Durakovic

Motorsport-Magazin.com - Bernie Ecclestone führt die Formel 1 mit eiserner Hand. Politisch brisante Themen werden ignoriert und gerade deswegen wurde er in der Vergangenheit oftmals kritisiert. Der Ukraine-Konflikt wurde vergangene Saison ausgeklammert, als es um die Austragung des Russland Grand Prix ging. Stattdessen schockte der F1-Zampano die Welt: "Putin könnte Europa oder Amerika kontrollieren - er ist in der Lage, das zu tun." Solange ausreichend Geld fließt, würde Ecclestone auch einen Grand Prix in Sibirien begrüßen.

Doch 2011 gab es ein Novum in der Königsklasse: der Bahrain Grand Prix wurde nach Unruhen und zahlreichen Todesfällen aus politischen Gründen abgesagt. Laut einem Bericht von Amnesty International sind Menschenrechtsverletzungen in Bahrain nach wie vor Tagesordnung.

Ecclestone: Austragungsländer gehören auf Einhaltung der Menschenrechte überprüft - Foto: Sutton

Ecclestone hat nun in einem Interview mit der Times einige Überlegungen dargelegt. Er hat ein Richtlinienpapier bewilligt, dass die Formel 1 dazu verpflichtet, in sämtlichen Austragungsländern die Menschenrechte anzuerkennen. "Diese neuen Richtlinien bedeuten auch, dass der Sport [die Formel1] seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen hat, bevor neue Verträge mit Veranstaltern unterzeichnet werden", sagte Ecclestone. 2012 sah das noch anders aus. "Wir gehen nicht in ein Land und mischen uns in die Politik ein. Das hat im Sport nichts verloren", sagte er gegenüber CNN.

Die Formula One Group hat diese Woche bestätigt: "Wir verpflichten uns, die international anerkannten Menschenrechte weltweit zu respektieren." Werden sich diese Richtlinien auf bereits bestehende Verträge auswirken? Und wird sich etwas an Bernie Ecclestones Einstellung zu Wladimir Putin und seiner Anti-Homosexuellen-Politik ändern?


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