Formel 1

Perez mit Zwangsstopp - Force India im hinteren Mittelfeld gefangen

Force India kommt aus den Niederungen des Klassements nicht heraus. Nico Hülkenberg, Sergio Perez und Robert Fernley blieb nur, Standardfloskeln zu bemühen.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Plätze 16 und 18 im ersten Training, Plätze 18 und 16 im zweiten Training. Force India ist im hinteren Mittelfeld gefangen - lediglich die Manor-Marussia-Boliden liegen deutlich hinter den Boliden aus dem Rennstall von Vijay Mallya. Es fehlt zeitlich nicht viel in Richtung Top-10, da das Mittelfeld der Formel 1 weiterhin dicht zusammenliegt, aber wenige fehlende Zehntel entscheiden in diesen Regionen über die wertvollen WM-Punkte. Dabei war es ein grundsolider Tag, beide Fahrer konnten ihr Programm abspulen, lediglich Perez musste einmal unplanmäßig wegen eines kleineren Problems rein. Es bleibt nur die ernüchternde Erkenntnis: Force India ist schlicht zu langsam.

Ich denke auf jeden Fall, dass da einige spannende Dinge im Hintergrund vor sich gehen.
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg konnte daher auch nicht viel mehr sagen, als dass man eigentlich alles erledigt habe: "Es war ein grundsolider Freitag, an dem wir wie geplant durch unser Programm gehen konnten. Wir haben uns hauptsächlich auf die Reifen und die Balance konzentriert, was uns eine gute Basis für weitere Arbeiten verschaffen wird." Er hoffe zudem, dass die neuen getesteten Komponenten dem Team gute Daten zu Analyse liefern werden. Es bleibt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft: "Ich denke auf jeden Fall, dass da einige spannende Dinge im Hintergrund vor sich gehen."

Sergio Perez hatte hingegen ein kleineres Drama zu berichten: "Heute war nicht der leichteste Tag für mich, speziell am Nachmittag. Wir mussten meinen ersten Run auf Options abbrechen, und als wir ihn wieder aufnehmen wollten, gab es viel Verkehr. Deshalb war es schwierig, etwas über die Performance auf eine Runde zu lernen" Das wolle er nun im dritten freien Training nachholen. Etwas Positives gab es aber doch noch zu berichten: "Die Bedingungen waren recht konstant und wir konnten einen Stint auf harten Reifen absolvieren, was uns wertvolle Daten für den Sonntag geben wird."

Rob Fernley, der als stellvertretender Teamchef dieses Wochenende die Fäden in der Hand hält, hofft, dass die Analyse der Daten Hülkenberg und Perez im Klassement noch nach vorne bringen kann: "Wir konnten einige neue Teile testen und werden ihre Wirkung heute Abend evaluieren. Die Reifenprogramme konnten wir erledigen, da sollten wir die nötigen Informationen haben, um das Rennen vorzubereiten. Wir haben viel Arbeit vor uns und werden uns bemühen, alles, was wir gelernt haben, in Performance umzusetzen."


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