Die Zeit des Testens ist vorbei. Mit dem anstehenden Saisonstart in Downunder rückt die Stunde der Wahrheit immer näher. Auch für das McLaren Mercedes Team, welches bei den Wintertests zuletzt einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat.

"Die Tests waren sehr produktiv, der Speed ist da und das Auto lässt sich leicht fahren", fasst Kimi Räikkönen die guten Voraussetzungen für einen ebenso guten Saisonstart voraus. "Aber es ist dennoch unmöglich zu sagen wo wir in Australien sein werden. Was wir hingegen wissen, ist dass es ein interessantes Jahr werden wird."

Und da hat der Finne keinesfalls Unrecht. Schon allein das Duell mit seinem heißblütigen Teamkollegen Juan Pablo Montoya verspricht einiges. "Der diesjährige Australien GP ist für mich etwas ganz Besonderes, denn er ist mein erste Rennen für McLaren Mercedes", freut sich der Südamerikaner auf sein silbernes Debüt. Aber auch die "großartige Atmosphäre" im Albert Park hat es ihm angetan. "Die Fans sind immer begeistert, was sehr viel Spaß macht. Für mich dreht sich alles ums Racing, welches ich liebe, aber wenn die Zuschauer es auch genießen, dann kann ich es kaum noch erwarten, dass die roten Lichter am Sonntag ausgehen."

Dann wird sich zeigen, was die beinahe 6.600 Testkilometer mit dem neuen MP4-20 und die rund 1.800 Long-Run-Kilometer mit dem neuen Mercedes-Ilmor-Aggregat wirklich wert sind. "Obwohl wir uns der Herausforderung vollständig im Klaren sind, hoffen wir, dass wir einen starken Start in die neue Saison haben werden und freuen uns auf den Saisonbeginn in Australien", blickt CEO Martin Whitmarsh optimistisch in die Zukunft.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug erwartet unterdessen nach den Testergebnissen "bis zu fünf Teams", die dazu in der Lage sein werden "zu beeindrucken". Selbst schöpft er dabei Hoffnung aus der eigenen Zuverlässigkeit: "Es war eine positive Erfahrung keinen einzigen Motorschaden während unserer langen und ausgiebigen Testphase gehabt zu haben, was wir in den Vorjahren bislang noch nie erreicht haben." Es ist also gerichtet.