Formel 1

Motoren und 107%-Hürde als Kriterien - Manor: Entscheidung über neues Auto fällt später

Manor Marussia-Sportdirektor Graeme Lowdon erklärte, wie die weitere Planung des neuen Autos aussehen soll. Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle.
von Chris Lugert

Motorsport-Magazin.com - Dem Comeback von Manor Marussia steht "nur" noch der Crashtest des Interimsautos im Wege. Wie das Team angekündigt hatte, soll im Verlaufe des Jahres ein komplett neues Auto an den Start gebracht werden. Eine Entscheidung darüber, wann genau das neue Fahrzeug eingesetzt wird, soll jedoch erst nach den ersten paar Rennen getroffen werden.

Sportdirektor Graeme Lowdon äußerte sich gegenüber Autosport zu diesem Thema. "Es gibt ein Fenster, aber das ist nicht so einfach, wie es scheint", sagte Lowdon. "Normalerweise denkt man, es sollte so schnell wie möglich sein. Aber wir müssen auch die Anzahl der Motoren berücksichtigen. Denn wechselst du den Motor zu einem bestimmten Zeitpunkt, bekommst du eine Strafe", spricht Lowdon das Motorenreglement an. Das neue Auto soll im Gegensatz zum aktuellen Boliden einen 2015er Motor bekommen.

Ich denke, wir werden von den Überseerennen zurückkommen und ab dann wird das Fenster schmaler.
Graeme Lowdon

"Ebenso ist es besser, das Auto an den Start zu bringen, wenn du es gleichzeitig durch eine Weiterentwicklung in der Aerodynamik optimieren kannst", fuhr Lowdon fort. Kurz: einen Zeitplan gibt es nicht. Dem Briten zufolge lag der Fokus des Teams bisher auf anderen Dingen. Dementsprechend weit sei das Fenster momentan, um das neue Auto einzuführen. "Ich denke, wir werden von den Überseerennen zurückkommen und ab dann wird das Fenster schmaler", so Lowdon.

Ein wichtiger Punkt in der Entscheidungsfindung sei ebenfalls die 107-Prozent-Regel. Diese besagt, dass ein Fahrer im ersten Abschnitt des Qualifyings innerhalb von 107 Prozent der schnellsten Zeit liegen muss. Die neuen Autos sind den Tests zufolge etwa zwei bis drei Sekunden schneller als im Vorjahr.

Michael Perrin unterstützt Manor Marussia

Ob es Manor Marussia dennoch schafft, sich für das Rennen in Australien zu qualifizieren, ist unklar. "Wir wissen es einfach nicht. Die Regel ist aus einem bestimmten Grund da. Wir respektieren das und wissen das auch", sagte Lowdon. "Sollte sich das jedoch als Problem herausstellen, ist es das erste, worum wir uns kümmern müssen", kündigte der Sportdirektor an.

Bereits aktiv am neuen Auto mitarbeiten wird Michael Perrin. Wie das Team bekanntgab, wird Perrin fortan als Trackside-Ingenieur bei Manor Marussia unterstützend tätig sein. Zwischen 2005 und 2010 arbeitete Perrin bei Williams, danach sorgte er mit einem geplanten LMP1-Programm für Aufsehen.


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