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Formel 1

Red Bull: Christian Horner möchte nichts überstürzen

Seit heute ist Christian Horner als neuer Sportdirektor bei Red Bull Racing im Amt. Voreilige Veränderungen möchte der 31-Jährige aber nicht durchführen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Am 15. November, dem Tag der FIA-Deadline zur Einschreibung für die anstehende Formel 1 Saison 2005, gaben Ford und Red Bull den Verkauf des Jaguar Teams an Dietrich Mateschitz bekannt. Nur einen Tag später erklärte der neue Teambesitzer, dass es falsch wäre "keinen Stein auf dem anderen zu lassen", weshalb auch die aktuelle Teamführung rund um Tony Purnell und David Pitchforth weiterhin im Amt bleiben sollte.

Dennoch schränkte Mateschitz schon damals ein: "Das heißt aber nicht, dass es nicht zu Änderungen oder Ergänzungen kommen kann. Doch sehr vorsichtig. Nach genauer Analyse."

Nach dem Jahreswechsel zur Debütsaison von Red Bull Racing scheint die Zeit der Analysen nun jedoch vorbei zu sein. Denn am heutigen Freitag verabschiedeten sich wohl Pitchforth als auch Purnell von den roten Bullen, um dort durch den Arden-F3000-Teambesitzer Christian Horner sowie einen noch unbenannten Technischen Direktor (Gerüchteweise wird über Günther Steiner spekuliert) ersetzt zu werden.

Im Zuge der Mateschitz´schen Tradition nach der Jaguar-Übernahme erklärte nun auch Horner in einem ersten Statement nach seiner Inthronisierung, dass er nichts überstürzen und vorerst keine größeren Veränderungen am Team durchführen möchte.

"Ich muss verstehen lernen wie das Unternehmen funktioniert, wie die Strukturen aussehen und dann einen Blick auf die Stärken und Schwächen werfen. Es gibt keinen Grund eilig Änderungen herbeizuführen."

Entsprechend habe Horner eine "Gruppe guter Leute" ausgemacht, die für das Team arbeiten. "Anhand jener Leute die ich bereits getroffen habe kann man sagen, dass das Personal hoch motiviert ist und sie heiß darauf sind Rennen zu bestreiten."

Im Alter von nur 31 Jahren wird Christian Horner, der zuletzt auch mehrfach mit einem Aufkauf des Jordan Teams in Verbindung gebracht wurde, der jüngste der zehn aktiven F1-Teamchefs sein. "Red Bull möchte konkurrenzfähig sein und sie haben mir eine Möglichkeit geboten, welche ich hoffentlich ausnutzen kann", so Horner gegenüber Autosport. "Ich streite es nicht ab, dass uns eine schwierige Aufgabe bevorsteht, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserem starken Racing Spirit das Team nach vorne bringen können."


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