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Formel 1

Toyota eröffnet den Launch-Reigen

In Barcelona wird heute mit dem TF105 der erste Formel 1 Wagen der Generation 2005 enthüllt. Alle Welt wartet gespannt auf den Neuen aus Köln-Marsdorf.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Am heutigen Samstag steht im spanischen Barcelona der erste Car Launch des neuen Jahres auf dem Programm. Für das Toyota Team stehen dabei gleich mehrere Premieren an.

Zu allererst einmal der Präsentationsort. Denn erstmals seit dem F1-Einstieg im Jahre 2002 wird der neue Wagen weder im heimischen Köln-Marsdorf noch auf der südfranzösischen Rennstrecke von Le Castellet präsentiert werden. Stattdessen entschieden sich die Weiß-Roten zu einem so genannten "Low Key Launch" mit wenig Medienrummel im kleinen Kreis.

Aber nicht nur der Launch und das Auto sind neu. Auch die beiden Einsatzpiloten sind neu bei den Japanern. Mit Ex-Williams-Pilot Ralf Schumacher sowie Monaco-Gewinner Jarno Trulli stehen hierbei erstmals in der noch jungen Teamgeschichte zwei Grand Prix Sieger und absolute Spitzenfahrer bei den Japanern unter Vertrag. Zudem stehen mit Ricardo Zonta, Olivier Panis und Ryan Briscoe noch drei weitere starke Testpiloten zur Verfügung.

Die Ausgangsposition für den erstmals unter der alleinigen Regie von Technikdirektor Mike Gascoyne entworfenen TF105 ist also klar: "Unser Ziel ist es bis zur Saisonmitte ein oder zwei Podestplätze einzufahren", umreißt Ralf Schumacher den groben Fahrplan für 2005. "Es ist noch ein junges Team und es ist nur logisch, dass es noch viel zu tun gibt. Deswegen werden wir etwas Geduld brauchen."

Das Langzeitziel hat Ralf aber schon definiert – und es lautet WM-Titel: "Ich bin mir sicher, dass ich in drei bis fünf Jahren Weltmeister sein kann. Unser Ziel für die nächste Saison sind Podestplätze, die Weltmeisterschaft ist danach das langfristige Ziel."

Mehr Druck als in den zurückliegenden Lehrjahren übt derweil auch die Konzernspitze aus. "Die F1 war härter als wir erwartet hatten, aber dies bedeutet nur, dass die Herausforderung unseren Ansprüchen angemessen ist", erklärte Toyota-Vizepräsident Akihiko Saito in der vergangenen Woche. "Aber wir können es uns nicht leisten weiterzumachen ohne bessere Resultate einzufahren. Wir haben einfach zu viel Geld in dieses Projekt investiert. Im nächsten Jahr verlange ich einen Podestplatz."