Man muss selbst im Auto sitzen - Fahrer-Coach: Schumacher ist skeptisch
Michael Schumacher betrachtet die Fahrer-Coaches in der F1 mit einer gewissen Skepsis. Schnell seien die Fahrer sowieso, es ginge aber um das letzte Prozent.
Robert Seiwert
Robert SeiwertRessortleiter | Motorsport
Robert schrieb schon vor seiner MSM-Zeit für Sport-Fachmedien. Berichtet seit 2011 über DTM, Daytona, Le Mans und Co. direkt von der Rennstrecke.MEHR
Michael Schumacher findet die Rolle der Fahrer-Coaches knifflig, Foto: Sutton
Das Thema Fahrer-Coaches in der Formel 1 wurde in dieser Saison schon häufig diskutiert: Ob Alex Wurz, der die beiden Williams-Piloten Bruno Senna und Pastor Maldonado unterstützt oder ein Jackie Stewart, der Crash-Pilot Romain Grosjean seine Hilfe anbietet. Michael Schumacher betrachtet die Rolle des Fahrertrainers in der Formel 1 mit Skepsis. "Wenn man es in die Formel 1 geschafft hat, befindet man sich auf einem Höhepunkt", so der Mercedes-Pilot. "Es ist schwierig, einem Fahrer, der komplett ausgebildet sein sollte, zu helfen, wenn man selbst nicht fährt."
Schumacher meinte, dass es beim hohen Niveau in der Formel 1 auf die Kleinigkeiten ankomme und nicht das Grundverständnis des Rennfahrens: "Um einen Fahrer zu lehren und ihm Tipps geben zu können, muss man selbst im Auto sitzen, um das letzte Prozent herausholen zu können." In der Formel 1 sei sowieso jeder Fahrer schnell. Nico Rosberg warf ein, dass die Fahrer in gewisser Weise auch von ihren Ingenieuren trainiert werden, etwa bei der Besprechung der richtigen Fahrlinie.
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