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Formel 1

Trotz Update-Ärger aufs Podium - Räikkönen: Enttäuscht trotz Startplatz vier

Gefühlsachterbahn bei Lotus: Kimi Räikkönen hadert mit seinem Auto, visiert aber das Podium um. Romain Grosjean fühlt sich wesentlich wohler im E20.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Eigentlich könnte man erwarten, dass Kimi Räikkönen nach seiner fünftschnellsten Zeit im Qualifying zum China GP versöhnliche Töne anschlagen würde - auch, weil er dank Lewis Hamiltons Strafversetzung von P4 ins dritte Rennen der Saison startet. Eigentlich. "Die Startposition ist okay, aber wenn man sich einmal die Zeiten anschaut, dann bin ich heute enttäuscht von der Pace des Autos", wirkte Räikkönen nicht allzu glücklich.

Aus der zweiten Startreihe sollte ein gutes Resultat durchaus im Bereich des Machbaren liegen - Räikkönen zeigte seinen Speed bereits in Australien und Malaysia - doch Zuversicht klingt anders. "Wir haben an diesem Wochenende ein paar Updates ausprobiert, aber sie arbeiteten nicht so wie wir das wollten und deshalb gingen wir wieder dorthin zurück, wo das Auto vorher war", so der ehemalige Weltmeister. "Wir steigen mit weniger Zuversicht ins Auto als in den vergangenen beiden Rennen."

Wir steigen mit weniger Zuversicht ins Auto als in den vergangenen beiden Rennen.
Kimi Räikkönen

Das Vertrauen in den E20 ist angeknackst, aber ganz so schlecht sieht es wohl doch nicht aus für den Iceman. "Schauen wir mal, was wir morgen machen können", sagte er. "Wir werden unser Bestes geben und hoffentlich auf einer besseren Position ins Ziel kommen als die, von der wir gestartet sind - das würde einen Platz auf dem Podium bedeuten."

Während Räikkönen noch mit dem Auto haderte, klang bei Teamkollege Romain Grosjean alles schon etwas optimistischer. "Ich fühle mich im Auto viel wohler und denke, dass sich das auch in den Rundenzeiten wiederspiegelt", meinte er. "Das Team leistete großartige Arbeit, die Sache herumzudrehen und uns wieder in Richtung Spitze zu bringen, wo wir auch sein sollten."

Das Team leistete großartige Arbeit, die Sache herumzudrehen und uns wieder in Richtung Spitze zu bringen, wo wir auch sein sollten.
Romain Grosjean

Grosjean geht von P10 ins Rennen, nachdem er in Q3 keine gezeitete Runde zustande brachte. Bereits im zweiten Abschnitt des Qualifyings musste er sämtliche Medium-Reifen aufbrauchen, die dann natürlich fehlten. "Das bedeutete, dass es nicht mehr möglich war, eine wettbewerbsfähige Runde zu fahren und so hatten wir keine Chance mehr auf die Pole Position", erklärte Grosjean. "Das ist echt schade, denn unsere Pace in Q2 war gut."


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