Begeisterung sieht anders aus: Dr. Helmut Marko war nach dem Großen Preis von Malaysia alles andere als zufrieden. Funkausfälle bei beiden Fahrern, falsch getimte Reifenwechsel, eine mangelhafte Balance und auch noch eine Kollision mit Narain Karthikeyan. "Es ist viel zusammengekommen", betonte Marko nach dem Rennen.
Dabei muss sich Red Bull auch an die eigene Nase fassen: "Den ersten Stopp von Intermediates auf Regenreifen haben wir wohl zu spät angesetzt", gesteht Marko. Nach dem Re-Start waren die Zeiten von Sebastian Vettel gut. "Auch der Wechsel auf Slicks erfolgte zum richtigen Zeitpunkt, da ist Sebastian die schnellste Runde gefahren." Dann fuhr ihm Karthikeyan ans Hinterrad. "Zu diesem Zeitpunkt holte er eine halbe Sekunde pro Runde auf Hamilton auf."
Der Rennspeed war in Markos Augen also in Ordnung und gut genug, um einen dritten oder vierten Platz einzufahren. "Wenn wir so früh gewechselt hätten wie Alonso, wäre auch ein Sieg drin gewesen." Mit dem Sieg des Spaniers ist Marko allerdings auch zufrieden. "Er ist uns der allerliebste andere Sieger. Die Verärgerung milderte das aber nur bedingt: "Man muss etwas gegen die Hinterbänkler unternehmen, es ist nicht das erste Mal, dass Sebastian durch sie mehr oder minder gefährdet wurde."
Kurz vor Rennende erhielt Vettel den Funkspruch, sein Auto an der Box abzustellen – entschied sich dann aber doch dagegen. Die Erklärung: "Beim Reifenschaden wurde die hintere Bremsbelüftung oder etwas Ähnliches beschädigt. Dadurch stiegen die Temperaturen ins Unermessliche."
Bis zum nächsten Rennen möchte Marko in seinem Team die vielen Kleinigkeiten abstellen, die in Malaysia nicht stimmten. "Wir müssen eine bessere Balance finden, die unsere Fahrer benötigen, um Vertrauen ins Auto zu haben", sagt er. Dann könnten die Piloten schon am Freitag mit einer optimalen Abstimmung loslegen und müssten nicht das gesamte Wochenende herumdoktern, um ein fahrbares Auto zu haben. "Wir müssen um den Sieg fahren können."



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