Nach vergebenen Punkten in der letzten Runde des Australien GP machte Williams auch in Malaysia deutlich, dass das Team einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Zwar reichte es für Pastor Maldonado sehr knapp nicht für den Sprung in Q3, dennoch zeigte sich der FW34 deutlich besser als sein Vorgänger, der es lediglich auf die Plätze 15 und 18 schaffte.
Chefingenieur Mark Gillan will diesen Fortschritt aber nicht an einem Punkt festmachen, wenngleich der neue Renault-Motor einen großen Einfluss haben dürfte. "Es ist schwer zu sagen, wie viel wir dem Renault-Motor zuschreiben können, es liegt sowohl daran, als auch an anderen Dingen", hielt sich Gillan bedeckt.
Vor allem in Bezug auf die Fahrbarkeit sei der Williams aber deutlich besser geworden. "Es liegt am Motor, am KER-System, der generellen Verbesserung des Autos und der Art, wie wir die Reifen nutzen, die sich verbessert hat", fasste der Chefingenieur die Komponenten zusammen.
Keine Vorwürfe an Maldonado
Besonders die Rennpace macht Gillan Hoffnung, vor allem im Vergleich zu 2011. Allerdings half alle Geschwindigkeit nichts, als Maldonado in Australien die siebte Position in der letzten Runde in die Wand warf. Doch von Williams-Seiten kamen keine Vorwürfe. "Er war das gesamte letzte Wochenende gut. Natürlich ist es enttäuschend, die Punkte zu verlieren, aber immerhin waren wir wenigstens in der Lage, überhaupt Punkte zu bekommen. Wir waren nicht zu hart mit ihm."

Auch in Malaysia zeigte der 27-Jährige teils gute Zeiten und Gillan war zufrieden mit dessen Leistung, da er weiß, dass die Erfahrung sich erst entwickeln muss. "Beide unsere Fahrer sind in Bezug auf ihre Zeit in einem Formel-1-Auto ein Experiment. Aber sie entwickeln sich", lobte Gillan. "Beide machen starke Fortschritte."
Fortschritte in Richtung der Entwicklung eines F-Schachtes, wie Mercedes ihn baute, wird es aber bei Williams nicht geben. "Nein, wir schauen nicht auf solche Dinge. Manchmal steckst du viel Aufwand in die Entwicklung solcher Teile und der Gewinn ist nicht so groß, als wenn du dich auf die Entwicklung der Basisteile konzentriert hättest", erklärte Gillan, der zudem deutlich machte, dass dieses System im Rennen nicht so viel Auswirkungen habe wie im Qualifying und der Nutzen damit begrenzt sei.

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