Alles begann so schön: zwei zusätzliche Testtage in einem alten Auto, eine Bestzeit gleich am ersten offiziellen Tag mit dem neuen Boliden und das Attribut des Favoritenschrecks nach der ersten Testwoche. Doch danach lief für Kimi Räikkönen bei Lotus irgendetwas schief. Der zweite Test fiel wegen eines Chassis-Problems komplett aus, der dritte begann mit wenigen Runden wegen eines Problems mit der Servolenkung.
"Leider haben wir deshalb viel Zeit verloren", gestand der Finne, der am Samstag nur 43 Runden zurücklegen konnte. "Ohne all die Probleme war das Auto recht okay", betonte er. Aber dann begann es zu regnen. "Es kommen noch ein paar neue Teile für das erste Rennen, aber das Gefühl ist mehr oder weniger das gleiche wie in Jerez. Wir konnten heute nicht viel erledigen und müssen versuchen, das morgen nachzuholen. Wenn wir es jetzt nicht schaffen, werden wir das ganze Jahr keine Zeit dafür haben. Denn es braucht viel Zeit für Änderungen."
Den verlorenen Runden trauert der Finne dennoch nicht nach. "Man wünscht sich immer mehr Testtage und es hätte ganz sicher nicht geschadet, wenn wir mehr hätten fahren können, aber dem war nun mal nicht so", sagt er. "Damit müssen wir klar kommen. Zumindest in der ersten Woche hatten wir einen guten Test und konnten viele Kilometer zurücklegen. Ich glaube auch nicht, dass wir größere Zuverlässigkeitsprobleme mit dem Auto haben - das ist das Wichtigste für uns."
Obwohl Räikkönen keine Prognose für Melbourne wagt, macht er sich keine Sorgen, nicht konkurrenzfähig zu sein. "Wir müssen das Beste aus den Reifen herausholen und die richtigen Entscheidungen treffen, dann sind wir womöglich in einer starken Position. Die Rundenzeiten aller Teams liegen derzeit sehr eng zusammen, aber dabei spielt die Benzinmenge eine große Rolle." Ausgerechnet seinem Team wird dabei nachgesagt, mit recht wenig Sprit unterwegs gewesen zu sein. Räikkönen stören diese Spekulationen wenig. Er sagt trocken: "In zwei Wochen wissen wir mehr."



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