Formel 1

Alles neu macht 2012 - Namenswechsel bei Lotus, Renault und Virgin

Im nächsten Jahr wollen drei Teams unter neuem Namen antreten. Noch müssen Lotus, Renault und Virgin aber eine Hürde nehmen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Auch in der Saison 2012 treten zwölf Teams in der Formel 1 an - sofern es zu keinen unerwarteten Zwischenfällen im Winter kommen sollte. Doch wie dieses glorreiche Dutzend heißen wird, ist noch lange nicht ausdiskutiert. Bereits seit Monaten kämpfen Team Lotus und Lotus Renault GP vor Gericht gegeneinander - der Streitpunkt: Wem gehören der Name, die Marke und das Logo "Lotus"?

Zuletzt zeichnete sich eine Einigung ab: aus dem Team Lotus könnte 2012 Team Caterham werden - das würde für Teambesitzer Tony Fernandes Sinn machen, immerhin ist durch Caterham weiterhin eine gewisse Bindung an die Lotus-Geschichte gegeben (der Lotus Seven wurde einst von Colin Chapman gebaut) und gehört ihm die kleine Sportwagenschmiede Caterham tatsächlich mit Fabrik und Namen.

Aus Virgin wird Marussia

Aber auch Gerard Lopez und Eric Boullier wollen 2012 den Teamnamen ändern. Da der Rennstall schon lange nicht mehr im Besitz von Renault ist, soll der Name des französischen Automobilherstellers komplett getilgt werden - dann gäbe es wirklich nur noch ein Lotus Team in der Startaufstellung. Alos ein Problem weniger.

Ein anderes Namensproblem hat Virgin Racing. Seit diesem Jahr ist der russische Autobauer Marussia Hauptsponsor und Teilhaber, das soll 2012 noch mehr zum Ausdruck kommen: statt Virgin Racing soll dann Marussia Racing am Start stehen. Die Virgin Gruppe von Sir Richard Branson soll aber weiterhin als Partner im Boot bleiben, viel Geld pumpt der Milliardär allerdings nicht ins Team - daran wird sich kaum etwas ändern.

Alle drei namenswechselwilligen Teams müssen nun auf das Okay der Formel 1 Kommission warten. Mindestens 18 der 26 Mitglieder müssen einem Namenswechsel zustimmen - nur dann erhalten die Teams weiterhin alle Ansprüche auf Prämienzahlungen aus den FOM-Töpfen von Bernie Ecclestone.


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