Zum ersten Mal in dieser Saison stand in Korea kein Red-Bull-Fahrer auf der Pole Position. Nach der ersten Qualifying-Niederlage der Saison gegen McLaren erwartete das Team ein hartes Rennen. Dazu kam es nicht.
"Bei uns war alles optimal, wir müssen analysieren, wo McLaren den Speed fürs Qualifying her hatte und warum sie dann heute, vor allem in Sektor zwei, wo sie gestern so überlegen waren, überhaupt keine Gefahr mehr waren", rätselte Helmut Marko. "Wir waren überrascht – nicht nur von unserem Speed, sondern von dem Nicht-Speed der McLaren."
Auch Christian Horner hatte McLaren im Rennen viel stärker erwartet. "Unsere Pace mit viel Benzin war mit beiden Autos sehr stark", betonte er. "Der superweiche Reifen hielt länger, als jedes Team im ersten Stint erwartet hatte." Deshalb war sich Red Bull nicht sicher, mit welchen Reifen die Fahrer den zweiten Stint bestreiten sollten. Die Lösung: das Team teilte die Strategie auf – Vettel auf superweich, Webber auf weich.
Zeitgleicher Stopp kostete Platz zwei
Vettel brachte das einen überlegenen Sieg ein. "Unsere Vorbereitung gestern Vormittag war entscheidend", so Horner. "Wir haben uns auf das Rennen konzentriert und dafür vielleicht etwas im Qualifying geopfert, aber das hat sich heute ausgezahlt." Die anderen Teams hätten sich wohl mehr auf das Qualifying konzentriert- "Das war gestern richtig, aber im Rennen vielleicht nicht mehr so gut."
Nur den erhofften Doppelsieg gab es für Red Bull nicht. Lewis Hamilton kam in der gleichen runde zum Stopp wie Mark Webber – das kostete ihn die Chance, mit einer freien Runde vorbeizugehen. "Mark war glaube ich 25 Mal so nah dran, an Lewis vorbeizugehen, es war ein großartiges Rennen zwischen ihnen – Lewis war hart, aber fair", lobte Horner. "Mark konnte einfach nicht in den Windschatten des McLaren kommen, um das DRS zu nutzen. Auf dem Rest der Runde war Mark schneller, aber sie waren beim Drehmoment aus der Kurve sehr gut."



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