Nico Rosberg hatte in Korea viel zu tun. Der Mercedes GP-Pilot startete von Platz sieben ins Rennen, konnte diese Position nach dem Rennstart verteidigen und kämpfte während der 55 Runden gegen Ferrari als auch McLaren. In Runde 14 bog Jenson Button als Erster aus der Spitzengruppe in die Box ab, parallel kam Rosberg herein. Beim Stopp behielt Button die Nase vorne, doch Rosberg konterte auf der Strecke und ging an dem McLaren-Piloten vorbei.
"Die Situation mit Button war haarscharf. Die Boxengasse ist sehr eng. Meine Ingenieure haben mir ins Ohr geschrien, dass ich Platz lassen soll. Deshalb hatte Button die Nase vorne, aber dann konnte ich wieder an ihm vorbeigehen. Das ging hin und her", erzählte Rosberg. Bei Mercedes GP verfolgte man das Duell mit Freude. "Wir haben uns mit dem Sieger des letzten Rennens duelliert. Die Szene hat schon Spaß gemacht", verriet Norbert Haug.
Danach folgte ein Dreikampf mit Felipe Massa und Fernando Alonso. In Runde 27 gingen beide Ferrari-Piloten an Rosberg vorbei als dieser sich vor Kurve drei verbremste. "Als ich versuchte vor den Ferraris zu bleiben, habe ich schon geschwitzt. Wir sind vom Auto her nicht ganz so gut. Ich musste dann verfrüht zum Boxenstopp, weil ich kein Gummi mehr drauf hatte", erzählte Rosberg. Haug fügte hinzu: "Nico hat sich gegen Ferrari gut geschlagen. So stellen wir uns das vor. Wir sind mit den Reifen heute gut umgegangen. Wir sind noch nicht ganz zufrieden, aber wir können hier und da aufzeigen."
Rosberg hätte sich gewünscht länger mit der Spitzengruppe mithalten zu können. "Ich wollte die Vorderen nerven, was am Anfang auch aufgegangen ist. Danach nicht mehr. Aber ich bin weiter top motiviert und werde versuchen das Beste aus dem Auto herauszuholen", sagte Rosberg. Auch Haug gab zu, dass das Team den Ansprüchen noch hinterher fährt. "Unsere Ansprüche sind noch nicht erfüllt. Aber unser Team wird sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten", stellte der Mercedes Motorsportchef klar.



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