Egal wie knapp es in diesem Jahr im Qualifying ist, am Ende steht immer Sebastian Vettel vorne.
Niki Lauda: Dabei war es für ihn heute sehr schwierig. Sein Auto wurde umgebaut – er hat eine neue Nase bekommen, die erst fünf Minuten vor Trainingsbeginn fertig war. Das Auto war nicht optimal abgestimmt, das muss man ihm zugute halten – er ist einfach so gut.

Ist das die Ansammlung einer Saison?
Niki Lauda: Nein, es war eine perfekte Teamarbeit. McLaren war eigentlich schneller, aber Vettel hat trotzdem die Pole Position geholt.

Im Rennen sollte Red Bull aber etwas stärker sein als die Gegner, oder?
Niki Lauda: Davon gehe ich aus, aber ein Rennen ist erst dann gewonnen, wenn es vorbei ist.

Bei wie viel Prozent liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Sebastian morgen den zweiten Titel feiert?
Niki Lauda: Sehr hoch. Eine Zahl nenne ich nicht, denn es ist erst dann gewonnen, das weiß jeder Sportler, wenn es wirklich passiert ist.

Wie wichtig ist es, den zweiten Titel zu gewinnen?
Niki Lauda: Der erste viel komplizierter und schwieriger, darauf arbeitet man Jahre hin – vom Go Kart bis in die Formel 1. Der zweite ist dann einfacher, weil man die Erfahrung schon einmal gesammelt hat.

Wird man mit dem zweiten Titel etwas lockerer?
Niki Lauda: Man lernt dazu, das macht dich besser. Auch Sebastian kann noch dazu lernen, man lernt nie aus. Seine Grenzen sind noch weit weg. Er ist jung und kann sich noch gut entwickeln. Da mache ich mir gar keine Sorgen. Er wird das Limit immer höher schrauben.