Timo Glock ist es mittlerweile gewohnt, nicht weit vorne zu stehen und nicht auf jenen Positionen herumzufahren, die von großer Bedeutung sind, aber vor seinem Teamkollegen ist er trotzdem gerne. Dass ihm das im Qualifying von Suzuka nicht gelang, ärgerte ihn ein wenig, wobei er durchaus wusste, wo die Probleme lagen. "Ich denke, es war ein gutes Qualifying. Vom dritten Training ins Qualifying war es aber ein wenig blind, denn wir haben über Nacht etwas probiert, dass nicht so funktionierte, wie wir das gehofft haben, also mussten wir zwischen den Sessions zurückbauen", berichtete Glock.

Letztendlich fühlte sich das Auto für ihn dann sogar ganz gut an und seine Runde erwischte er auch ordentlich. "Viel mehr kann man nicht sagen, außer dass Jerome heute etwas schneller war und einen guten Job gemacht hat", erklärte der Deutsche. Jerome D'Ambrosio selbst war klarerweise zufrieden damit, vor seinem Teamkollegen zu stehen. "Wir hatten eine sehr gute letzte Runde, was hier nur schwer zu schaffen ist. Man will hart pushen, aber man muss auch mit Köpfchen fahren, da es darum geht, Prioritäten zu setzen und zu erkennen, welche Kurven man opfern muss", erklärte er.

Froh war D'Ambrosio, weil er nach einem schwierigen Freitag noch alles in den Griff bekam und zusammen mit dem Team ein gutes Setup erarbeitete. "Ich freue mich wirklich, ich habe gut mit den Ingenieuren gearbeitet und ich denke, dank dieser Kombination haben wir das Auto und meine Fahrweise verbessert", sagte der Belgier. Teamchef John Booth konnte bestätigen, dass D'Ambrosio hart daran gearbeitet hatte, aus den Daten die richtigen Informationen herauszufiltern. "Im dritten Training arbeitete er stark, um die Lücke zu Timo zu schließen und im Qualifying hatte er dann einen guten zweiten Run, um 0,07 Sekunden vor ihm zu bleiben", sagte Booth.