Egal wie es vorher aussieht, am Ende ist Sebastian vorne.
Helmut Marko: Dieses Mal war es eine Spezialaktion. Sebastian hat am Freitag seinen Flügel zerstört und der Neue ist hier erst 30 Minuten vor dem Qualifying angekommen. Unsere Leute haben den Job, der normalerweise eine Stunde dauert, in 25 Minuten erledigt. Dadurch war Sebastian mit einer völlig anderen Abstimmung als im dritten Training unterwegs, aber er hat Vettel-typisch die Abstimmung im letzten Run gefunden - oder besser gesagt, sind wir nahe an der perfekten Abstimmung dran. Diese Leistung hat nicht nur Vettel gezeigt, sondern das gesamte Team. Alle haben trotz extremer Stressbelastungen keinen Fehler gemacht und haben alles geliefert.

Man kann sagen, dass es ein Spiegelbild der ganzen Saison war. Trotz Schwierigkeiten bringt man die Leistung auf den Punkt.
Helmut Marko: Ja, aber das brauchen wir nicht immer. Es hat mich fast an Abu Dhabi 2010 erinnert.

Für das Rennen passt jetzt alles?
Helmut Marko: Morgen sollte alles passen, denn in den Longruns waren wir deutlich besser als die anderen - selbst mit dem alten Flügel. Button ist Zweiter, was schon viel angenehmer ist als Hamilton, der als Dritter ein paar Meter weiter hinten steht. Wenn der Start gelingt, dann sind wir sehr optimistisch.

Dann gibt es morgen die große Feier?
Helmut Marko: Wir haben nichts geplant, es gibt keine große Feier. Wir werden uns teamintern zusammensetzen, denn die meisten Ingenieure sowie Vettel haben am Montagvormittag in Tokio Termine zu absolvieren. Da braucht man einen klaren Kopf. Ich nehme an, dass der Boss das große Fest irgendwann in Salzburg organisieren wird.

Vermutlich frühestens nach Korea?
Helmut Marko: Wir müssen natürlich schauen, dass wir auch den zweiten Titel gewinnen. Der Zeitpunkt ist eigentlich egal. Wichtig ist nur, dass die Leute die Feier auch richtig genießen können. Unser Ziel ist es nach wie vor, die restlichen Rennen zu gewinnen.