Felipe Massa war nach dem Rennen immer noch sehr wütend auf Mark Webber, der ihn in der ersten Kurve umdrehte und ihm, seiner Meinung nach, damit das Rennen zerstörte. "Ich bin mir sicher, wenn er nicht danach ohnehin draußen gewesen wäre, hätte er einen Durchfahrtsstrafe bekommen", zeigte sich Massa überzeugt. "Denn er hat mich getroffen und er war das größte Problem für mein Rennen."
Zwar sei der Ferrari nicht so schnell gewesen, wie man erwartet oder erhofft hatte, aber dennoch sei mehr möglich gewesen. "Ich denke, ich hatte mit Fernando, Jenson und Lewis kämpfen können", überlegte der Brasilianer, der seine These noch untermauerte. "Ich habe es geschafft, viele Autos zu überholen und Sechster zu werden, aber sicherlich wären ansonsten ein, zwei, drei oder sogar vier Position mehr drin gewesen. Immer abhängig von der Situation. Aber wir haben die Möglichkeit verloren, darum zu kämpfen."
Massa: Vettel ist Weltmeister
Massa bekam im heutigen Rennen auch indirekte Unterstützung von Lewis Hamilton, der es über etliche Runden hinweg nicht schaffte, Michael Schumacher zu überholen. Diese Situation griff Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali gleich auf, um seinen Piloten zu verteidigen. "Das Duell Hamilton gegen Schumacher beweist, wie schnell die Mercedes auf der Geraden sind. Oftmals wurde Massa aber dafür kritisiert, dass er nicht an Rosberg vorbeikam. Dieses Rennen hat bewiesen, dass auch ein McLaren sich schwer tut beim Überholen eines Mercedes", nahm der Italiener Massa in Schutz.
Unabhängig von allen Schwüren - auch von Seiten Ferraris - man werde den Titel noch nicht aufgeben, musste Massa nach Sebastian Vettels unbeeinträchtigtem Sieg in Monza gestehen, dass die Meisterschaft entschieden ist. "Man kann ihm gratulieren, um ehrlich zu sein", gab der 30-Jährige zu. "Er könnte die Weltmeisterschaft nur noch verlieren, wenn er jetzt aufhört Rennen zu fahren." Er selbst hofft auf ein konkurrenzfähigeres Auto für die kommenden Rennen.

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