Das Spa-Wetter wurde auch im zweiten Freien Training seinem Ruf gerecht. Zu Beginn der 90-minütigen Session war die Strecke stellenweise noch nass. Im Laufe der Session trocknete die Strecke ab und die Rundenzeiten purzelten nach unten. Fernando Alonso war der Erste, der auf Slicks unter einer Zeit von zwei Minuten blieb und damit ein kräftiges Lebenszeichen gab.

Erst trocken, dann nass

In der ersten Session kam der Ferrari-Pilot nicht über Platz elf hinaus, in der zweiten Session fuhr er die zweitbeste Zeit. Schneller war nur Mark Webber im RB7, auf Platz drei reihte sich Jenson Button ein. Ab der zweiten Hälfte der Session setzte Regen ein und die Piloten stellten ihre Boliden in der Box ab. "Auch wenn Mark die Bestzeit fuhr, lief nicht alles nach Plan. Wegen dem Regen konnten wir unser geplantes Programm nicht abspulen. Mark konnte nur eine schnelle Runde auf den option Reifen fahren", verriet Red Bull-Berater Helmut Marko.

15 Minuten vor Ende der Session versuchte es Timo Glock auf Intermediates, doch er verlor auf der regennassen Strecke die Kontrolle über seinen Boliden und rutschte von der Strecke. Zum Glück konnte er sein Auto abfangen und einen Einschlag verhindern. Unter anderem starteten auch Webber, Schumacher und Rosberg noch einen Versuch im Nassen, doch unter diesen Bedingungen war eine Verbesserung der Rundenzeiten nicht mehr möglich.

Schumacher mit goldenem Helm -, Foto: Sutton
Schumacher mit goldenem Helm -, Foto: Sutton

Lewis Hamilton, Felipe Massa, Nico Rosberg und Sergio Perez rangierten auf den Plätzen vier bis sieben. Adrian Sutil musste in der zweiten Session zuschauen. Statt ihm saß Nico Hülkenberg im Force India, der die achtbeste Zeit auf dem Ardennenkurs markierte. Damit war der Force India-Testfahrer schneller als Stammpilot Paul di Resta, der seinen Boliden auf Platz neun stellte.

WM-Leader Sebastian Vettel musste sich mit Rang zehn begnügen. Einen Platz dahinter reihte sich Michael Schumacher ein, der im ersten Freien Training noch die Trockenbestzeit innehielt. Anlässlich seines 20-jährigen F1-Jubiläums fährt der Deutsche an diesem Wochenende mit einem goldenen Helm. Bruno Senna, der anstelle von Nick Heidfeld an diesem Wochenende im R31 sitzt, landete auf Platz 17.

"Ein Tag, wie er typisch für Spa ist: Selten trockene Strecke und meist Nässe in verschiedener Ausprägung. Nico und Michael fuhren viele Runden und unsere Basis ist im Rahmen des derzeit Möglichen ganz in Ordnung", erklärte Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug zufrieden.