Timo Glock beendete den Großen Preis von Ungarn als 17. mit vier Runden Rückstand auf Sieger Jenson Button. Das Rennen auf dem Hungaroring hatte die Rekordzahl von 88 Boxenstopps hervorgebracht - doch der Virgin-Pilot beteiligte sich nur zu einem geringen Teil an dieser Marke. "Ich war einer der wenigen, die einen Stopp weniger machten", erklärte er. Der Virgin-Pilot verzichtete darauf, während des Rennens noch einmal auf Intermediates zu wechseln.
Beim Start war noch das gesamte Feld auf den Intermediate-Reifen gestartet. "Ich war zu Beginn gut unterwegs und konnte mich vor Nick [Heidfeld] und ein paar anderen Jungs in schnelleren Autos halten", freute sich Glock. Das klappte eine Zeit lang ganz gut. "Bis dann alle aufgewacht sind, um mit den überlegenen Autos an mir vorbei zu ziehen", musste er sich eingestehen.
Die richtige Entscheidung
Trotz der zeitweise widrigen Verhältnisse versuchte Glock sein Glück auf Trockenreifen. "Wir trafen die richtige Entscheidung, auf Slicks zu bleiben", war er überzeugt. Es sei schwierig gewesen, das Auto auf der Strecke zu halten. Doch letztendlich gelang es sowohl Glock als auch seinem Teamkollegen Jerome d'Ambrosio. Zum Ende legte der Deutsche noch einen Sicherheits-Stopp ein, um Virgin das achte Doppel-Finish in dieser Saison zu sichern.
Dass die Wetterbedingungen in Ungarn äußerst knifflig waren, spürte d'Ambrosio am eigenen Leib. Als er in die Box kam, um sich neue Reifen abzuholen, fuhr er mit seinem MVR-02 über eine Markierung, verlor das Auto und rutschte in Richtung Mechaniker. Glücklicherweise kam keiner der Beteiligten zu Schaden. "Das war ein harter Moment, als ich mich in der Box drehte", wird der F1-Rookie die Situation wohl nicht so schnell vergessen. "Das war definitiv nicht mein bestes Rennen."



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