Nach der Qualifikation am Samstag hatte man sich bei Williams große Hoffnungen auf das Rennen gemacht. Denn man hatte Reifen gespart und wollte so in die Punkte fahren. Doch am Ende standen die Plätze 13 und 16 für Rubens Barrichello und Pastor Maldonado im Ergebnis. "Ich bin recht enttäuscht mit diesem Ergebnis, weil wir heute um Punkte gekämpft haben", schilderte der Brasilianer. Doch Probleme mit den Reifen und ein verlorener Teil des Frontflügels hätten ein besseres Resultat verhindert.

Wie viele andere Teams entschied man sich auch bei Williams für Intermediates, als gegen Ende des Rennes nochmals Regen einsetzte. "Als es zu regnen begann, sah ich eine große Chance für uns. Ich sah, wie Hamilton sich drehte und ich dachte, wir können etwas unternehmen, um die Chance zu haben, weit vorne in die Punkte zu fahren", erklärte Barrichello die Entscheidung für den Reifenwechsel. "Aber der Regen kam nur für eine Runde und so funktionierte unser Stopp für die Inters nicht."

Fehlende Geschwindigkeit

Doch das war nicht der einzige Grund, warum es für den Williams-Piloten nicht weiter nach vorne ging. "Es ist eine Schande, aber wir haben im Moment einfach nicht die Geschwindigkeit", gab er ehrlich zu. Das war auch eines der Probleme seines Teamkollegen Maldonado. Doch weitere gesellten sich dazu. "Ich habe einen Fehler auf dem Weg zu meinem ersten Boxenstopp gemacht, da ich den Pit-Limiter-Knopf nicht gedrückt habe, was bedeutete, dass ich eine Durchfahrtsstrafe bekam", schilderte Maldonado den schwärzesten Punkt seines Rennens.

Nach dem Rennen war Pastor Maldonado nicht mehr zum Lachen zumute, Foto: Sutton
Nach dem Rennen war Pastor Maldonado nicht mehr zum Lachen zumute, Foto: Sutton

Ähnlich wie auch Barrichello stand er dann vor der Wahl auf Intermediates zu wechseln, oder weiterhin Trockenreifen zu verwenden. "Es war eine Lotterie zu entscheiden, entweder auf die Inters zurückzugehen oder auf den Trockenreifen draußen zu bleiben und wir haben die Inters gewählt", ärgerte sich der Venezolaner, der bereits kurz danach nochmals hereinkommen musste, um sich wieder andere Pneus zu holen. Doch auch wenn es mit Punkten erneut nicht klappte, erkannte der Rookie zumindest Verbesserungen, die sein Team über das Wochenende erzielte.

Bessere Rundenzeiten

Das sah auch der Technische Direktor, Sam Michael, so. "Auch wenn das Ergebnis es nicht widerspiegelt, unsere Rundenzeiten im Qualifying und im Rennen haben gezeigt, dass das Auto in trockenen Bedingungen konkurrenzfähiger ist, als in den vergangenen Rennen", fand Michael Positives, der gestand, das man heute zu viele Fehler gemacht habe. Nun werde man hart arbeiten, um für die noch ausstehenden Rennen gut gerüstet zu sein.