Kamui Kobayashi schrammte mit Platz elf am Ende denkbar knapp an den Punkterängen vorbei. Für den Japaner wahrlich kein Grund zur Freude. "Es ist enttäuschend, dass wir heute keine Punkte geholt haben. Ich hatte einen guten Start, das Tempo hat gestimmt - sowohl auf nasser Strecke, als auch nach dem Wechsel auf Slicks", meinte der Sauber-Pilot. "Es sah lange so aus, als würde ich heute Punkte holen, aber dann ging es doch noch schief", ärgerte sich der 24-Jährige nach dem Rennen.
"Als es zum zweiten Mal zu regnen begann, wollte mich das Team kurzfristig zum Wechsel auf Intermediates an die Box holen. Das wollte ich aber nicht, weil die Bedingungen sich schon wieder besserten, und so habe ich mich auf Position sieben verbessert", verriet Kobayashi. "Aber dann haben wir einfach zu lange mit dem nächsten Wechsel auf frische Slicks gewartet", musste der Japaner feststellen. "Ich konnte meine Position mit diesen abgefahrenen superweichen Reifen nicht mehr verteidigen und nach dem unvermeidbaren dritten Boxenstopp lag ich dann haarscharf außerhalb der Punkte", meinte der Sauber-Fahrer frustriert.
Durchfahrtsstrafe für Perez
Teamkollege Sergio Perez erging es mit seinem 15. Platz und einer Durchfahrtsstrafe für einen Überholvorgang unter gelben Flaggen noch schlechter. "Ich bin tief enttäuscht. Nachdem das Qualifiyng so gut lief, habe ich mir viel mehr erhofft", lautete das Fazit des Mexikaners, der mit seinem Sonntag so gar nicht zufrieden sein wollte. "Mein Rennen ging eigentlich schon gleich nach dem Start den Bach runter. Ich hatte null Haftung, bin von der Strecke abgekommen und habe viele Positionen verloren", erklärte der Neuling.
Von da an sei der Tag ohnehin mehr oder weniger gelaufen gewesen. "Tatsächlich war ich nur noch 20. und langsamer als die langsamsten Autos. Ich hoffe, wir finden einen Grund, warum das so extrem war", meinte der 22-Jährige, der sich ärgerte: "Die Durchfahrtsstrafe kam dann noch obendrauf." Kovalainen habe bei der strittigen Situation zwar sehr spät gebremst, doch die Schuld für die Strafe wollte Perez nicht von sich weisen. Teamchef Peter Sauber wollte sich hingegen durch das schwache Ergebnis in Budapest nicht zu sehr herunterziehen lassen und nahm sich vor, die positiven Aspekte des Auftritts mit in den Urlaub zu nehmen. "Der Höhepunkt des Wochenendes war Sergios zehnter Platz im Qualifying. Den nehme ich mit in die Sommerpause", so der Schweizer.

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