Mercedes sieht sich selbst nicht hinter Force India und Toro Rosso dementsprechend bedauerte das Team in Ungarn auch, hinter den zwei Rennställen gelandet zu sein. Dazu gekommen war es aber nur, weil es bei Nico Rosberg eine taktische Fehlentscheidung gab. "Es war eigentlich alles in Ordnung, aber am Ende ging es nicht auf. Ich war mit abgefahrenen Reifen im Regen unterwegs. Das war eine schwierige Situation und wir entschieden uns, Intermediates drauf zu machen. Es wurde aber wieder trockener und ich verlor viel Zeit. Am Ende habe ich wieder Plätze gutgemacht, mehr als Neunter war aber nicht drin", erzählte Rosberg.

Er wollte sogar noch probieren, Sebastien Buemi und Paul di Resta vor sich anzugreifen, doch als er zu den Beiden aufgeschlossen hatte, waren seine Reifen wieder zu sehr hinüber, um noch etwas ausrichten zu können. So musste Rosberg zu seinem 100. Grand Prix festhalten: "Ein Sieg wäre sicher schöner gewesen." Er gab aber zu, dass die Entscheidung für einen Reifenwechsel letztendlich immer von ihm selbst kommt, da er weiß, wie die Situation auf der Strecke ist. Die Auskünfte der Ingenieure zum Wetterradar berücksichtigt er allerdings ebenfalls.

"Es ist schwierig. Ich muss mit den Ingenieuren reden. Es ist schwer für mich, zu verstehen, was Sache ist. Ich bekomme nicht viele Informationen, wir müssen schauen, dass wir das verbessern", sagte er. Generell war er aber froh, dass es jetzt in die Sommerpause geht, wobei er sich freute, dass danach Spa und Monza auf dem Programm stehen. "Dort sollten wir die Chance haben, besser da zu stehen. Das sind schnelle Kurse, unser Auto ist windschlüpfrig und wir haben Mercedes-Benz Power im Heck."