Red Bull dominiert die Formel 1. Selbst auf einer Strecke wie dem Circuit Gilles Villeneuve, die der Charakteristik des Autos nicht so entgegenkommt wie etwas Barcelona oder Istanbul, liegt Sebastian Vettel vor seinen Verfolgern, wenn auch nicht so weit wie schon vorher in dieser Saison.

Nichtsdestotrotz gibt Lewis Hamilton den Titelkampf noch nicht auf. Denn mit den anstehenden Regeländerungen auf dem Gebiet des angeblasenen Diffusors könnte das Kräfteverhältnis schon bald über den Haufen geworfen werden. Noch ist der Red Bull schier unschlagbar, kein Team hat einen so ausgeklügelten angeblasenen Diffusor wie die Mannschaft rund um Adrian Newey.

Hamilton gibt Titel nicht auf

Sollte die FIA das System in den kommenden Wochen tatsächlich einschränken oder gar gänzlich verbieten, könnte das Einfluss auf den WM-Kampf nehmen. "Es ist toll, dass sich die Regeln wohl ändern werden, das könnte alles würziger machen", glaubt Lewis Hamilton, der den WM-Titel noch nicht abschreibt.

Sebastian Vettel habe sich mit fünf Siegen aus sechs Rennen ein ordentliches Punktepolster herausgefahren. "Aber das bedeutet nicht, dass wir das nicht aufholen können." Für den Moment sei Vettel in Qualifying und Rennen überlegen. "Das wird wohl auch so bleiben, bis wir unsere neuen Upgrades erhalten oder die Regeln sich ändern." Darauf baut Hamilton: "Ich fühle, dass wir die WM noch gewinnen können. Die Ereignisse der kommenden Monate könnten uns in die Hände spielen."

Hamiltons Teamchef Martin Whitmarsh tritt jedoch auf die Euphoriebremse: "Ich glaube nicht, dass es einen grundlegenden Einfluss auf das Kräfteverhältnis haben wird", sagte er. "Aber es könnte einige mehr treffen als andere."