Auch bei Team Lotus rückte nach dem heftigen Qualifying-Unfall von Sauber-Pilot Sergio Perez das sportliche Geschehen am Samstag erst einmal in den Hintergrund. "Zu allererst möchte ich einmal sagen, dass es gut ist, zu hören, dass Sergio bei Bewusstsein ist und spricht. Auch ich hatte schon mal einen großen Unfall und weiß, wie das für das Team, die Freunde und Familie ist, wenn man auf Nachrichten warten muss", meinte der Finne in Erinnerungen an seinen heftigen Abflug in Spanien 2008. "Ich hoffe dass er bald wieder auf der Strecke ist", ließ der Lotus-Pilot in Richtung Perez ausrichten.
Vom sportlichen Standpunkt aus, beschrieb er das Zeittraining wie folgt: "Das Qualifying war heute eine ziemlich kniffelige Angelegenheit für mich, aber ich bin ganz zufrieden damit, wo ich am Ende gelandet bin. Mein erster Versuch verlief nicht ganz nach Plan, denn ich konnte einfach nicht das Maximum aus den Reifen herausholen. Mit dem zweiten Satz musste ich dann richtig angreifen, was auch definitiv besser funktioniert hat - dennoch war es knapp nicht genug, um in Q2 zu kommen", so der Finne, der anfügte: "Die Lücke zu den Autos davor ist aber ziemlich klein. Es sollte für morgen also in Ordnung sein."
Probleme mit zweitem Reifensatz
Weniger zufrieden war Teamkollege Jarno Trulli, der direkt hinter Kovalainen Platz 19 belegte. "Das war etwas unglücklich für uns. Das Auto hat nicht immer unbedingt so reagiert, wie ich das gerne den ganzen Tag lang gehabt hätte und die Reifen haben sich komisch verhalten. Der erste Satz war grandios, der zweite Satz hingegen wirklich armselig. Ich weiß also nicht ganz genau, was wir falsch gemacht haben", meinte der Italiener leicht frustriert. "Ich weiß, dass ich mit mehr Gummi auf der Strecke, im zweiten Versuch viel schneller hätte fahren können, aber aus irgendeinem Grund war ich kaum schneller", so Trulli.
"Im Rennen müssen wir morgen kühlen Kopf bewahren und unser Programm abspulen und dann schauen, was so um uns herum passiert. Ich bin sicher, dass wir noch ein paar Positionen gutmachen können", sagte der Lotus-Fahrer. Sein Technikchef Mike Gascoyne sagte, dass das Team insgesamt ein gutes Qualifying absolviert hätte. "Jarno hatte am Vormittag definitiv mehr Grip, als am Nachmittag, da er seinen zweiten Reifensatz nicht voll ausnützen konnte. Insgesamt sind wir aber näher an der Gruppe vor uns und freuen uns auf ein starkes Rennen morgen", so Gascoyne.

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