Obwohl Heikki Kovalainen seinen Teamkollegen Jarno Trulli bisher in den Schatten gestellt hat, hält das Team trotz gegenteiliger Spekulationen an dem Italiener fest. "Sein Cockpit ist sicher. Das stand immer außer Frage", stellte Teamchef Tony Fernandes gegenüber der BBC klar. Der Italiener sei aufgrund seiner Erfahrung ein wichtiges Mitglied im Team. "Jarno hat 2004 in Monaco gewonnen. Das habe ich mir immer erträumt", sagte Fernandes.

Seine enttäuschende Performance in den bisherigen Rennen sei nicht seine Schuld gewesen, sondern lag zum Teil auch am Auto. "Er hatte Probleme mit der Servolenkung und dazu kam auch noch Pech", meinte Fernandes. In Monaco trennten Trulli und Kovalainen nur drei Hundertstel. "Ich habe immer noch Probleme mit dem Auto. Ich warte noch darauf, dass ich das Problem mit der Servolenkung in den Griff bekomme. Da haben wir ein fundamentales Problem", klagte Trulli.

Dieses Problem hat negative Auswirkungen auf den Fahrstil des Lotus-Piloten. Doch auch wenn sein Cockpit noch nicht in Gefahr ist, mit Karun Chandhok hat Lotus einen weiteren Piloten in der Hinterhand. "Wir haben Pläne mit ihm", verriet Fernandes. "Ich habe ihn bisher zurückgehalten, weil wir das Auto verbessern wollten. Aber zukünftig wird man ihn im Training öfters auf der Strecke sehen. Er ist eine fantastische Bereicherung für das Team."