Für die McLaren-Piloten entwickelte sich der Malaysia Grand Prix in verschiedene Richtungen. Während Lewis Hamilton nach dem Start trotz Nick Heidfelds kurzzeitiger Fahrt auf Platz zwei lange der Einzige zu sein schien, der Sebastian Vettel irgendwie fordern konnte, fiel er am Ende noch relativ weit zurück, weil ihn seine Reifen im Stich ließen. Jenson Button war derweil lange eher verhalten unterwegs, zeigte das eine oder andere Manöver, um taktisch richtig unterwegs zu sein und war nach dem dritten Stopp auf einmal Zweiter.

"Es war ein verwirrendes Rennen", meinte Button dann auch. "Durch die Boxenstopps und den Reifenabbau war es nicht ganz einfach. Im letzten Stint ist mein Auto dann mit den harten Reifen wie neu zum Leben erwacht. Ich hatte viel mehr Grip und das Gefühl, dass das Auto viel besser war als mit den weichen Reifen." Über den zweiten Platz freute er sich natürlich, auch wenn er sich im Rennen zusammenreißen musste, da das Team ihm immer wieder sagte, er solle auf die Reifen achten, gleichzeitig aber angreifen wollte.

China soll heíß werden

"Man will im Rennen immer so schnell wie möglich sein. Es ist sehr schwierig zu verstehen, was man mit den Reifen machen soll. Das Team hat toll gearbeitet, die Strategie hat gut funktioniert. Ich freue mich jetzt auf China, denn wir haben gute Fortschritte gemacht. Es wird aufregend und wir wollen wieder ein heißes Rennen bieten", erzählte Button.

Hamilton blieb lediglich die Hoffnung, dass es in China ein heißeres Rennen für ihn wird, wobei erst nach dem dritten Wechsel alles schief ging, da zunächst Fernando Alonso im Duell mit ihm das Heck rammte und dann die Reifen zu schnell nachließen, was einen vierten Stopp nach sich zog. "Das ist Racing, nehme ich an. Ich startete als Zweiter und machte alles Mögliche, um mitzuhalten. Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Am Start blieb ich hinter Heidfeld hängen, hatte Jenson innen und Heidfeld außen, also war ich in Kurve eins rein eingezwängt. Es war schwierig, zu verteidigen, ohne jemanden zu treffen", sagte er.

Reifensorgen

Während des Rennens bauten die Reifen dann sehr schnell ab, er musste vorzeitig an die Box, weswegen er später auch immer eine Ecke zu früh reinkam. "Wir kamen immer zu früh rein. Meine Reifen waren am Ende erledigt. Es war einfach einer dieser Tage." Vor allem das Problem mit den Reifen enttäuschte ihn, auch wenn er betonte, dass man dagegen eben nichts machen könne. Zu seinem Treffen mit Alonso meinte er: "Fernando traf mich, da war er wohl etwas nahe dran und als er rauszog blieb er mit dem Flügel hängen." Alonso wurde wegen des Zwischenfalls nach dem Rennen auch zu den Stewards gebeten. Für Hamilton blieb derweil nur die Erkenntnis, dass das Auto eigentlich gut läuft. "Das ist natürlich gut, aber die Anderen kommen näher und im Rennen kann immer etwas passieren, wie man sieht. Es ist nicht der beste Tag, aber so ist es eben."