HRT war am Samstag in Melbourne gefahren, die Autos waren beide fertig geworden. Viel mehr war aber nicht drin, denn im Qualifying waren die Boliden des spanischen Teams zu langsam, um sich innerhalb der 107-Prozent-Grenze für das Rennen zu qualifizieren. Nick Heidfeld meinte, hätte HRT im Rennen starten können, wäre das Team ein Sicherheitsrisiko gewesen.
"Wenn man selbst auf neuen Reifen unterwegs ist und sie auf alten, wäre der Speed-Unterschied zu groß. Im Qualifying sind sie kein Risiko, aber es macht das Qualifying für alle schwierig", sagte der Renault-Pilot. Denn mit 24 Autos ist es auf der Strecke ohnehin schon eng, ist dann noch ein HRT direkt vor einem selbst, bevor es auf eine schnelle Runde geht, wird es notwendig, um die acht Sekunden Abstand zu lassen. "Das macht die Strecke sehr klein - auch für andere Autos hinter dir. Das ist in Q1 sehr schwierig."
Die besten Wünsche
Daher meinte Heidfeld, dass das Thema HRT in der Fahrervereinigung GPDA wohl zur Sprache kommen wird. Andererseits hatte er Verständnis für das spanische Team. "Sie wollen auch fahren und ich wünsche ihnen, dass das Auto schneller wird. Sie sind [im Qualifying] kein Sicherheitsrisiko, aber es ist unheimlich schwierig, in Q1 eine freie Runde hinzubekommen", sagte er noch einmal. Da die Reifen in Australien einigermaßen hielten und mehr als eine schnelle Runde möglich war, ging es dort noch, auf anderen Strecken erwartete Heidfeld mehr Probleme.
"Es kann noch komplizierter werden, wenn wir auf Strecken kommen, wo die Reifen nicht so lange halten. Hier waren wir überrascht, dass die Reifen zwei, drei Runden halten. Da hast du dann noch einen Versuch. Wäre es so wie in Barcelona, dann hast du nur eine Runde und das war es. Ich habe jetzt im ganzen Qualifying nicht einmal eine freie Runde gehabt. Mit Reifen, die nur eine Runde halten, wird das dann also sehr, sehr schwierig."

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