Ärgerliche Ausfälle, Überrundungen en masse, völlige Chancenlosigkeit - das Debütjahr von Virgin in der Formel 1 war mit zahlreichen Stolpersteinen gepflastert. Immerhin wurde niemand verletzt, könnte man angesichts der sportlich miserablen Saison scherzen. Doch von Aufgabe will man im Team kein Wort hören. "Wenn man einen Kampf startet, kann man nicht aufhören, oder", zeigte sich Teamchef John Booth angriffslustig.

"Zu diesem Zeitpunkt waren wir im vergangenen Jahr naiv", gab Booth am Rande der Präsentation des MVR-02 in London zu: "Wir dachten, die Formel 1 sei so machbar, wie wir es angegangen sind. Wir dachten, das wäre eine wunderbare Sache - dann kam der Weckruf."

Das Team habe in der Pleiten-Saison endlose Lektionen gelernt, nur eines habe man von Anfang an richtig gemacht: "Wir haben ein gutes Team zusammen gestellt und mit ein paar Ausnahmen wird sich daran zur neuen Saison nichts ändern."

Statt Naivität soll in der zweiten Virgin-Saison Routine einkehren - und damit am besten die ersten Erfolge. Booth erklärt, welche Ziele sich das Team gesteckt hat: "Wir wollen es regelmäßig in Q2 schaffen. Es gibt in dieser Saison keine neuen Teams mehr und es reicht nicht, der Beste dieses kleinen Haufens zu sein. Wir müssen anfangen, um die zweite Qualifying-Runde zu kämpfen."