Mit Spannung hat die Fachwelt auf die Enthüllung des neuen McLaren in Berlin gewartet. Fragen machten die Runde, ob sich die Briten etwas Innovatives hätten einfallen lassen, um die Konkurrenz ins Staunen zu versetzen. Erinnerungen an 2010 werden wach, als McLaren die F1-Welt mit dem F-Kanal auf den Kopf stellte.
Die gespannten Beobachter wurden nicht enttäuscht: Auch diesmal hat sich das Team um Chef-Designer Andrew Bailey wieder etwas einfallen lassen, wenn auch augenscheinlich nicht ganz so spektakulär wie das revolutionäre System aus der vergangenen Saison.
Vorhang auf für den erhöhten U-förmigen Seitenkasten am MP4-26! Technikchef Paddy Lowe erklärte die Idee hinter dem neuartigen Konstrukt: "Wir wollen so viel gute Luft wie möglich an den hinteren Bereich des Autos und den Unterboden leiten. Wir wollen das Heck so gut wie möglich ans Arbeiten kriegen, um den Verlust des Doppel-Diffusors aufzufangen."
Lowe sagte, dass man heutzutage gerade die Entwicklung der Aerodynamik pushen müsse - das würde sich seit der Einfrierung der Motoren am stärksten auf die Rundenzeiten auswirken. "Unsere Seitenkästen sind ziemlich einzigartig. Schön, dass sich unser Team solche Ideen hatte und etwas Außergewöhnliches erschaffen hat. Es ist erstaunlich, was man aus limitierten Ressourcen herausholen kann", so Lowe weiter.
Der stark nach oben gewölbte Seitenkasten auf Höhe des Fahrers soll also an die Performance des zu dieser Saison verbotenen Doppel-Diffusors anknüpfen und sich gleichzeitig wohl auch positiv auf den verstellbaren Heckflügel auswirken.
Die Testfahrten in Jerez ab dem 10. Februar werden einen ersten Aufschluss darüber geben, wie das neue Teil auf der Strecke performed und ob es der kürzlich präsentierten Abgas-Revolution von Lotus Renault das Wasser reichen kann.



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