Martin Whitmarsh ist nicht nur McLaren-Teamchef, sondern auch FOTA-Präsident und in dieser Funktion ist es dem Briten wichtig, dass die Formel 1 die Königsklasse des Motorsports bleibt. Darum sei es wichtig, dass der Sport umweltfreundlicher wird. "Die Formel 1 muss für die Gesellschaft relevant bleiben, um ein globaler Sport zu bleiben", betonte der Brite. Mit KERS kehrt 2011 ein wichtiges System in die Formel 1 zurück.

"Das schafft öffentliches Interesse und zeigt der Gesellschaft, dass die F1 ihren Teil beiträgt und den Weg aufzeigt", erklärte Whitmarsh abseits der McLaren-Präsentation in Berlin. In der Vergangenheit hat die Formel 1 seiner Meinung nach nicht immer einen guten Job gemacht, vor allem wenn es um Imagepflege ging. "In den 70er und 80er Jahren war es Teil der Formel 1, dass der Motor eine Benzinverbrennungsmaschine war, aber heute sind F1-Motoren sehr viel effizienter", erzählte Whitmarsh.

"Wir müssen jetzt die Wahrnehmung der Leute ändern und aufzeigen, dass wir effizient sind - bei Ressourcen, Benzin und Geld", fuhr er fort. Die Budgeteinschränkungen sind laut dem FOTA-Präsidenten notwendig gewesen. "Für die Teams war es schwierig, aber wir müssen den Leuten zeigen, dass die Sieger in der F1 die effizientesten Teams sind. Die F1 kann ein Vorreiter sein, wenn wir das öffentliche Interesse auf diese Gebiete lenken", so Whitmarsh.

In Bezug auf die Technikentwicklung in der Formel 1 sieht Whitmarsh immer noch Spielraum für kreative Köpfe, auch wenn er nicht ins Detail gehen konnte. "Diese Frage ist für mich klarerweise schwer zu beantworten, aber kreative Geister können sich noch immer in der Formel 1 austoben. Wir werden weiterhin neue Dinge sehen und zwar in Bereichen, in denen das bisher nicht der Fall war", meinte der Brite.