Vor dem Rennen in Brasilien holte Red Bull seine Fahrer zu einem Vier-Augengespräch. Das Team wollte sichergehen, dass sich Sebastian Vettel und Mark Webber nicht "in die Kiste fahren". "Das war Punkt Nummer eins. Das Zweite war, dass wir uns untereinander nicht hetzen - das ging auch", verriet Helmut Marko. Der dritte und wichtigste Punkt war, dass man beiden Fahrern die gleichen Chancen einräumen wollte.

"Solange jeder der Fahrer eine mathematische Chance hat, wird es keine Platzverschiebung geben", erklärte Marko. Allerdings gab es eine Ausnahme. "Wenn Alonso geführt hätte, Vettel auf Zwei und Mark auf Drei gewesen wäre, wäre die Situation anders gewesen. Dann wäre es an den Fahrern gelegen zu reagieren." In Brasilien griff Red Bull nicht ein und ließ Vettel vor Webber gewinnen.

Ausbaustufe für Abu Dhabi

Mit dem Doppelsieg sicherte sich der Rennstall vorzeitig die Konstrukteurswertung. "Wir sind überglücklich. Mit diesem tollen Doppelsieg haben wir unsere technische Kompetenz unter Beweis gestellt", sagte Marko gegenüber RTL. An Abu Dhabi und die Fahrerwertung wollte der Österreicher nicht denken. "Jetzt wird einmal gefeiert und dann wollen wir in Abu Dhabi den Fahrertitel holen. Wie es mathematisch aussieht, ist jetzt uninteressant", so Marko.

Red Bull will Abu Dhabi positiv angehen. Für das Saisonfinale hat der Rennstall noch eine Ausbaustufe für den RB6 im Gepäck. "Wir haben noch einige Teile in petto, die hier nicht eingesetzt wurden, denn wir hatten am Freitag gesehen, dass es nicht notwendig ist", verriet Marko.