Bei Ferrari knallten nach dem Rennen in Korea die Sektkorken. Nicht nur, dass man den fünften Saisonsieg feierte, sondern mit dem Sieg in Yeongam sicherte sich Fernando Alonso auch noch die Führung in der Fahrerwertung. "Es war ein fantastischer Tag. Wir konnten das Ruder herumreißen und befinden uns auch in der Konstrukteurswertung in einer stärkeren Position. Dennoch müssen wir ruhig bleiben", sagte Teamchef Stefano Domenicali.

Er weiß, dass erst in Abu Dhabi die Abrechnung erfolgt und auch wenn Red Bull in Korea einen Tiefschlag hinnehmen musste, wird man versuchen zurückzuschlagen. "Der harte Teil beginnt erst jetzt. Es sind noch zwei Rennen und wir müssen an diese gleich herangehen wie an die letzten Rennen, wo wir uns zurückkämpfen mussten. Was zählt ist, dass wir einen kühlen Kopf bewahren und Zuverlässigkeit sowie Konstanz an den Tag legen", betonte Domenicali. Für Fernando Alonso schmeckte der Sieg angesichts der schwierigen Bedingungen während des Rennens noch süßer.

"Es ist ein großartiges Gefühl, speziell am Beginn war die Situation wegen der Sicht sehr prekär. Die Sicht war das größte Problem heute, denn allein auf der Strecke zu bleiben, war schon eine Leistung", verriet der Spanier. Nach dem Ausfall von Mark Webber in Runde 20 hatte sich das Ziel bei Ferrari geändert: Alonso wollte nur mehr ankommen und wenn möglich auf dem Podest. "Wir wollten so wenig Risiko wie möglich gehen. Am Ende wurde es nochmal schwieriger, denn die Hälfte der Strecke war bereits trocken und das ruinierte die Reifen. In dieser Situation versucht man einfach fokussiert zu bleiben", erzählte Alonso.

Der Motorschaden von Vettel sicherte Alonso endgültig den Sieg und die WM-Führung. In der Fahrerwertung führt der Spanier elf Punkte vor Webber und 21 Punkte vor Hamilton. "Das hat uns in Hinblick auf die WM geholfen, aber die Formel 1 hat schon oftmals gezeigt, dass es um mehr als nur mathematische Rechnungen geht. Man braucht auch Glück. Red Bull hat immer noch alle Chancen, aber wir werden versuchen unser Bestes zu geben und in den nächsten Rennen auf dem Podium zu stehen", sagte der Ferrari-Pilot.