Red Bull durfte sich nach dem Rennen in Korea wieder einiges anhören, vor allem gute Ratschläge und kluge Sprüche gab es zu Hauf. Auch McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh konnte es sich nicht verkneifen, einen gut gemeinten Tipp an den Konkurrenten zu schicken. "Es wäre eigentlich logisch, dass sie jetzt alles auf Webber setzen. Allerdings schlägt im Team das Herz für Vettel. Es gab schon so viel Unruhe bei Red Bull, dass ich mir eine klare Ansage vom Team nicht vorstellen kann", meinte Whitmarsh und baute wahrscheinlich drauf, selbst für ein wenig Unruhe beim Gegner sorgen zu können.

Red Bull hatte sich derweil bereits festgelegt, zumindest laut Aussage des Teamchefs Christian Horner, der gesagt hatte, dass weiterhin beide Fahrer auf den Titel losgehen dürfen. Whitmarsh seinerseits glaubte, seinen Piloten nicht sagen zu müssen, was sie zu tun haben. So scheint die Situation bei McLaren allerdings auch klar zu sein, da Jenson Button mit 42 Zählern Rückstand nur mehr theoretisch im Titelrennen ist, während Lewis Hamilton mit 21 Punkten Rückstand noch alle Chancen hat.

"Unsere Taktik liegt auf der Hand. Den Fahrern müssen wir aber nichts sagen. Jenson wird Lewis freiwillig helfen, denn er weiß, dass wir ihn über das ganze Jahr fair behandelt haben. Außerdem weiß er, dass ihn nur noch ein Wunder retten kann", erklärte der McLaren-Teamchef. Also anscheinend alles ruhig bei Silber.