Nach einem schwierigen Beginn durfte sich Sauber über ein vernünftiges Qualifyingergebnis freuen. Danach sah es im 3. Training nicht aus. "Wir haben über Nacht einige Änderungen vorgenommen, um unsere Schwächen vor allem im ersten Sektor auszumerzen", verrät Technikchef James Key. Doch der Schuss ging nach hinten los.

Die Veränderungen am Abtrieb und der Mechanik funktionierten nicht wie erhofft. "Im dritten freien Training beklagten sich beide Piloten über starkes Übersteuern und ein schwierig zu fahrendes Auto", gestand Key. "Offensichtlich hatten wir einen Schritt zurück gemacht, teilweise im ersten Sektor und auch im dritten." Möglicherweise spielte dabei die rutschigere Strecke eine Rolle.

"Im Qualifying fand ich das Auto etwas nervös, aber insgesamt in Ordnung", sagte Kamui Kobayashi, der im Q2 mehrere schnelle Runden am Stück fuhr. "Auf meiner schnellsten Runde hatte ich ein bisschen Pech mit Verkehr auf der Strecke, aber das passiert eben", nahm es der Japaner nicht schlimm. "Insgesamt denke ich, dass wir heute im Rahmen unserer Möglichkeiten das Bestmögliche erreicht haben. Es fehlte nicht viel, um es in Q3 zu schaffen."

Einen Platz hinter Kobayashi landete Nick Heidfeld. "Meine schnellste Runde war gut, ich bin zufrieden damit", sagte der Deutsche. "Es ist nicht einfach, die Reifen optimal zum Arbeiten zu bringen. Meine dritte Runde mit der weicheren Mischung war meine schnellste. Nachdem die Vorderreifen erst zu kalt gewesen waren, hoffte ich, dass ihre Temperatur steigen würde und ich mich noch weiter verbessern könnte, aber stattdessen begannen sie schon zu körnen."

Im Rennen setzt er auf einen guten Start. "Später wird Überholen schwierig, weil unsere Höchstgeschwindigkeit nicht toll ist." Trotzdem erhofft sich Key WM-Punkte. "Wir wissen, dass wir im Rennen immer stärker sind als im Qualifying", sagt der Techniker. "Ich bin sicher, wir können um Punkte kämpfen."