Schon vor dem Wochenende in Korea hatten viele Renault auf dem Zettel, wenn es um eine mögliche Überraschung ging. Und das konnte das Team in den Freitags-Trainings auch bestätigen. Robert Kubica fuhr ständig unter den Schnellsten mit und vor allem im schnellen ersten Sektor machte der R30 eine gute Figur. Kubica blieb aber dennoch ruhig. "Zu Beginn des Tages war die Strecke sehr rutschig, so wie wir es auf neuem Asphalt erwartet hatten, der nie befahren worden war. Die Evolution der Strecke war dann stark und sie wurde mit jedem Run besser. Am Ende von FP2 waren die Bedingungen sogar recht gut. Wir haben zwischen den Sessions verschiedene Dinge getestet und müssen jetzt entscheiden, welcher Weg der Beste ist, um mehr aus dem Auto zu holen", sagte er.
Ebenfalls gut geschlagen hatte sich Vitaly Petrov, der sich direkt hinter den Autos der Spitzenteams auf Position acht einfand. Was die Entwicklung der Strecke betraf, so musste er Kubica zustimmen, wobei er meinte, nach wie vor dazuzulernen. "Zudem war es nicht einfach, Grip und ein gutes Setup zu finden. Die Strecke ist gut zu fahren, sehr eben und das Rennen wird recht interessant, weil der Reifenabbau stark ist. Wir haben noch viel Arbeit, aber unsere Pace ist nicht so schlecht und wir müssen einfach morgen so weiterarbeiten", meinte der Russe.
Den Eindruck eines starken Tages bestätigte auch Chef-Ingenieur Alan Permane, der sehr zufrieden damit war, wie es gelaufen war. Allerdings war die Arbeit aufgrund der sich ständig verändernden Strecke nicht einfach gewesen. "Es ist ein wenig wie in Monaco, wo sich die Strecke rasch verändert. Es ist schwierig, Back-to-Back-Tests zu machen, denn was auch immer man tut, die Strecke ist beim nächsten Run unvergleichbar schneller. Das muss man also berücksichtigen. Was das Qualifying betrifft, so können wir nur versuchen, die zu erwartenden Rundenzeiten des Qualifyings vorherzusagen, aber man muss auch mit den gegebenen Streckenbedingungen arbeiten und gleichzeitig den Grip maximieren", sagte er.

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