Die ersten Runden am Korean International Circuit erwiesen sich als schwierig. Erst mit der Zeit entwickelte sich etwas Haftung und Kamui Kobayashi und Nick Heidfeld konnten die Arbeit am Setup aufnehmen. Die beiden Sauber Piloten waren voll des Lobes für die neue Strecke und zeigten sich von den schwierigen Kurvenpassagen im letzten Sektor begeistert. Kobayashi belegte am Ende des Tages den 10. Platz.

"Die Strecke ist schön und anspruchsvoll", sagte der Japaner. "Vor allem der letzte Sektor ist schwierig, aber toll zu fahren. Das einzige Problem ist, dass der Belag noch zu rutschig ist. Die Reifen körnen massiv, und zwar beide Mischungen. Im ersten Training haben wir mein Programm sehr früh begonnen, bevor sich die Strecke etwas verbessert hatte, und dadurch waren meine Reifen schon kurz vor Ende des Sitzung völlig hinüber, und ich habe aufgehört zu fahren."

Heidfeld konnte seinen Top Ten Platz aus der ersten Session nicht halten und belegte knapp hinter seinem Teamkollegen Platz 11. Die beiden Reifenmischungen geben den Deutschen noch etwas Rätsel auf.

"Wir hatten erwartet, dass das Grip-Niveau sehr niedrig sein würde, aber es war noch niedriger", sagte Heidfeld. "Für die ersten Runden haben wir zwei Minuten gebraucht. Aber dann haben wir den Schmier und Dreck nach und nach weggefahren, und es sammelte sich etwas Gummi auf dem Asphalt. Die Strecke macht richtig viel Spass. Ich finde es schön, dass hier oft eine Kurve auf die andere folgt. Bei solchen Kombinationen muss man die erste Kurve richtig erwischen, damit die nächste passt, und das gefällt mir. Die harten Reifen brauchen ziemlich lang, um auf Temperatur zu kommen, und auch mit der weicheren Mischung war die erste Runde nicht die schnellste. Kaum dass die Temperatur in Ordnung ist, beginnen die Reifen zu körnen. Ich hoffe, das wird besser, wenn das Grip-Niveau steigt. Ich freue mich, dass wir einen trockenen und problemlosen Tag für die Abstimmungsarbeit hatten. Wir haben dazugelernt, und ich sehe, wo wir uns weiter verbessern können."

Den Ingenieuren steht eine arbeitsintensive Nacht bevor. Alle Daten dieser neuen Strecke müssen ausgewertet werden. James Key hofft, dass das Team den Schwung ins morgige Qualifying mitnehmen kann.

"Es war sowohl für die Fahrer als auch für die Ingenieure ziemlich schwierig, zu entscheiden, worauf man sich konzentrieren sollte, weil sich die Rundenzeiten während des Trainings sehr stark verbesserten", sagte Key. "Aber wir haben das Beste daraus gemacht, an beiden Autos einige Abstimmungsänderungen vorgenommen und zudem an Kamuis Wagen einen Aerodynamik-Test durchgeführt. Am Nachmittag hatte die Strecke mehr Haftung, und sie war auch deutlich konstanter. So konnten wir unser normales Programm abarbeiten. Wir haben unterschiedliche Abtriebsniveaus und die beiden Reifenmischungen verglichen. Zudem haben wir weiter an der Abstimmung gearbeitet."