Dank der Führung in beiden WM-Wertungen könnte Red Bull-Teamchef Christian Horner ein glücklicher Mann sein, doch er hat ein kleines "Luxusproblem" - sowohl Mark Webber als auch Sebastian Vettel können drei Rennen vor Schluss den Titel holen. "Für das Team ist es fantastisch. Aber wir müssen die Situation auch nicht zu Tode analysieren, denn es ist klar, dass es Spannungen gibt, wenn zwei Jungs um den Titel kämpfen", erklärte Horner.
Das sei ein Teil des Spiels, womit man umgehen könne. Eine Stallorder wird es bei Red Bull auch in den letzten Saisonrennen nicht geben. "Ich kann verstehen, dass manche Leute wie Flavio Briatore es gern sehen würden, dass wir wie Ferrari agieren und uns hinter einen Piloten stellen. Aber das wäre falsch", betonte Horner auf der offiziellen F1-Webseite. So lange es mathematisch möglich ist, will Red Bull beiden Fahrern die gleiche Unterstützung geben.
"Das Einzige, das wir von unseren Fahrern erwarten, ist, dass sie sich nicht gegenseitig behindern", erklärte Horner und spielte auf die Kollision in Istanbul an. In der Rolle des Gejagten liegt vor Webber eine härtere Herausforderung als vor Vettel in der Rolle des Jägers. "Sebastian hat nichts zu verlieren", weiß Horner. "Mark hat einen schwierigen Balanceakt vor sich. Er darf nicht zu defensiv fahren, andererseits darf er seinen Vorsprung auf die Konkurrenz nicht verlieren." Wer am Ende das Rennen macht, wollte der Red Bull-Teamchef nicht sagen. "Ich muss auf diese Frage nicht antworten", sagte Horner.



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