Hinter Peter Sauber liegen keine einfachen Monate. "Der Saisonstart war sehr hart, aber es gab keinen einzigen Moment des Zweifels, dass die Teamübernahme nicht die richtige Entscheidung war", betonte der Schweizer. Nach dem Ausstieg von BMW Ende 2009 rettete Peter Sauber den Rennstall mit seiner Übernahme vor dem endgültigen F1-Aus.

"Es gab nur zwei Optionen: weiterführen oder schließen. Und die Schließung war für mich niemals eine Option. Hinter uns liegen schmerzhafte Rennen - nicht nur, was die Performance angeht, sondern auch die Zuverlässigkeit. Das war eine völlig neue Situation für mich, die mir auch Angst gemacht hat", verriet Sauber. Doch das Team ließ sich nicht unterkriegen und versuchte sich von Rennen zu Rennen zu steigern.

Keine Bedenken wegen Finanzen

Momentan liegt Sauber auf Platz acht der Konstrukteurswertung. "Man darf nicht vergessen, dass 2009 Renault auf Platz acht lag und das Team hatte einen Weltklassefahrer wie Fernando Alonso. So schlecht ist also P8 gar nicht", sagte Peter Sauber auf der offiziellen F1-Webseite. Allerdings gibt der Schweizer zu, dass er sich in der kommenden Saison eine bessere Platzierung erhofft. Vor dem Italien-GP hat Sauber bereits den Fokus auf das neue Auto gelegt.

Obwohl das aktuelle Auto durch seine weißen, sponsorfreien Flächen auffällt, hat Peter Sauber keine Bedenken für 2011. "Es wäre ganz leicht Sponsoren auf das Auto zu geben, die weniger als den wahren Wert zahlen. Das passiert auch bei anderen Teams, aber ich halte es für den falschen Weg", sagte Sauber. "Das Team ist attraktiv und hat aufgrund seiner exzellenten Infrastruktur Potenzial. Ich bin zuversichtlich, dass nächste Saison unsere Finanzen stimmen, damit wir auf einem höheren Level performen können."