"Ich hatte heute das aufregendste Rennen meiner Karriere", erklärte Jaime Alguersuari nach seiner Zieleinfahrt in Spa-Francorchamps. Was der Toro-Rosso-Pilot zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: sein 10. Platz wurde durch eine 20-Sekunden-Zeitstrafe wieder weggenommen. Stattdessen erhielt Tonio Liuzzi den letzten Punkt. Vorausgegangen war ein Überholmanöver gegen eben jenen Liuzzi, bei dem sich der Spanier einen unlauteren Vorteil verschafft haben soll.
"Es war sehr schwer die richtige Reifenwahl zu treffen. In Anbetracht des Teampotenzials war unsere Performance heute nicht schlecht", sagte der Spanier.
Teamkollege Sebastien Buemi sah als 13. die Zielflagge. Nach einer Berührung am Start war sein STR5 beschädigt und er hatte mit Übersteuern zu kämpfen. "Jemand berührte mich in der ersten Kurve, schlitzte meinen linken Hinterreifen auf und beschädigte meinen Diffusor. Ich habe versucht, den Schaden zu kompensieren, aber das Auto war zeitweise unfahrbar, was mich viele Plätze kostete", erzählte der Schweizer.
Unfall in Kurve eins
Ohne den Vorfall und den zusätzlichen Boxenstopp hätte er wie Alguersuari in die Punkte fahren können - davon ist Buemi überzeugt. "Das war eines dieser Rennen, wo ich um Punkte hätte kämpfen können. Aber that's Racing", meinte Buemi. Teamchef Franz Tost war angesichts der schwierigen Bedingungen mit dem Ausgang des Rennens zufrieden.
"Es war ein fantastisches Rennen - von Anfang bis Ende. Der Wechsel auf Intermediates wäre bei Jaime nicht notwendig gewesen, aber im Nachhinein weiß man es immer besser. Seine Pace war klasse und er hat einen guten Job gemacht als er seine Position gegen Liuzzi verteidigte", sagte Tost. "Unser Performance-Level war nicht schlecht und ich bin gespannt, was wir bei unserem Heimrennen in Monza erreichen können."



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