Mit 126 Punkten liegt Mercedes GP in der Konstrukteurswertung auf Platz vier. Dass man sich mehr erwartet hatte, gesteht Norbert Haug ein. Doch der Mercedes-Motorsportchef ist überzeugt, dass in der zweiten Saisonhälfte noch der eine oder andere Erfolg kommen wird. Nur wer schwierige Zeiten meistert, komme nach oben.
"Und wir werden ganz nach oben kommen: Seit 1997 und unserem ersten F1-Sieg der Neuzeit hat Mercedes-Benz bei 233 Rennen 72 Mal - statistisch fast bei jedem dritten Rennen also - zu Siegen beigetragen. Wir wissen, wie Rennen gewinnen geht, und was wir geschafft haben, werden wir wieder schaffen", betonte Haug. Mit Nico Rosberg und Michael Schumacher verfüge Mercedes GP über die besten Piloten. "Nico gehört zu den Allerbesten im Feld, und - wer weiß - vielleicht ist er sogar der Beste und Schnellste von allen", meinte Haug.
Der Mercedes-Motorsportchef steht auch weiterhin hinter Schumacher, der zuletzt in Kritik geraten war. "Michael ist im Plan, seine Rennen haben sich nicht immer glücklich entwickelt und meist ohne einen Fehler von ihm", sagte er. "Michael belegte in den letzten sechs Grand Prix zweimal Platz vier: Wenig für Schumacher- und Mercedes-Maßstäbe, aber viel für das, was bei diesen Rennen möglich war." Für Haug ist klar, dass die mäßigen Resultate auch am Auto liegen.
Titel mit McLaren?
"Wir wollen natürlich regelmäßig um Siege und Titel kämpfen. Und wir werden das - mit der notwendigen Anlaufzeit - auch schaffen. Ganz sicher", erklärte Haug und fügte hinzu: "Unsere Piloten werden so gut sein wie das Auto, das wir ihnen geben und mit diesem die möglichen Resultate holen." Momentan hat Mercedes in Kombination mit McLaren die realistische Chance auf den Titel. Haug würde ein Titelgewinn von Lewis Hamilton oder Jenson Button freuen.
"Das wäre schön. 2008 haben wir mit Lewis und McLaren Mercedes den WM-Titel gewonnen, 2009 mit unserem Kundenteam Brawn GP und Jenson. Es wäre prima, wenn Mercedes-Power zum dritten Mal in Folge den Weltmeister beschleunigen würde. Ich kenne allerdings welche, die das verhindern wollen", sagte Haug im dpa-Interview.



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