Selbst nach einem schwierigen Rennen blitzte in Silverstone Sebastian Vettels berüchtigter Humor auf. "Jetzt hat Lewis endlich geschafft, was ihm in Valencia nicht geglückt ist." Zum zweiten Mal in Folge hatten sich Vettel und Lewis Hamilton am Start berührt. In Valencia blieb Vettels Auto unbeschädigt, in Silverstone handelte er sich einen Reifenschaden ein.

Vettel hakte es als Rennunfall ab. Bleibt die Frage: Ist Hamilton vielleicht am Start zu aggressiv? "Die Antwort lautet: wir möchten, dass die Fahrer so aggressive wie möglich sind, so lange das Auto intakt bleibt und nicht am Ende der ersten Runde an die Box kommen muss", verrät Teamchef Martin Whitmarsh.

Risiko-Management

Der Start ist eine entscheidende Phase des Rennens, hier können die Fahrer Plätze auf der Strecke gutmachen. "Man geht einige Risiken ein", betont Whitmarsh. "Man benötigt eine gewisse Aggressivität, um es gut zu machen." Seine beiden Fahrer Hamilton und Jenson Button schlugen sich in Silverstone gut. Button fuhr von Startplatz 14 auf 8 nach vorne. "Das ist sehr beeindruckend", sagt Whitmarsh.

"Aber man überholt Autos nicht so, wenn man keine Risiken eingeht." Die wirklich großen Fahrer können dieses Risiko im Vergleich zum möglichen Platzgewinn einschätzen. In Whitmarshs Augen haben sich seine Fahrer dieser Hinsicht sehr gut geschlagen.