Thomas Preining hat seine starke Motorsport-Saison 2026 mit dem Gewinn der DTM-Meisterschaft gekrönt. Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring bewies der Manthey-Porsche-Pilot durchweg die nötige Nervenstärke: Aufholjagd zu Platz fünf am Samstag, Podest am Sonntag, zweiter Titelgewinn nach 2023!
Ein weiterer Pokal für die üppig gefüllte Vitrine des Österreichers, der dieses Jahr zudem erstmals das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (mit Lionspeed-Porsche) gewann und einen Klassensieg beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (mit Manthey-Porsche) errang. Fehlt eigentlich nur noch eines: die Unterschrift unter dem neuen Porsche-Arbeitsvertrag.
Preining: "Würde gerne grundsätzlich weitermachen wie bisher"
Preining verriet zur Saisonmitte am Norisring - damals hatte er fast 50 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze - dass sein Vertrag bei Porsche Motorsport zum Jahresende ausläuft. Zukunft zu diesem Zeitpunkt, verbunden mit einer Menge BoP-Wut im Bauch: unklar.
Inzwischen sieht die Angelegenheit anders aus. "Ich würde natürlich sehr gerne grundsätzlich so weitermachen wie bisher", sagte Preining nach dem Titelgewinn zu Motorsport-Magazin.com. "Das scheint ja ganz gut zu funktionieren. Da arbeiten wir dran."
Fast Facts zu DTM-Meister Thomas Preining
- 2. Titelgewinn nach 2023 mit Manthey-Porsche
- Preining setzt sich mit 12 Punkten vor Maro Engel durch
- 8 Podestplätze: Preining bei Hälfte aller Rennen in Top-3
- Darunter 6 Podien in Folge: Rekord in GT3-DTM-Ära
- Preinings DTM-Bilanz seit 2022: 10 Siege, 28 Podien
- Einer von nur acht Fahrer mit 2 oder mehr DTM-Titeln
- Manthey-Porsche holt 3. Fahrer-Titel in vier Jahren
- Team aus Meuspath auch zum 3. Mal Team-Meister
Einen wie Preining kann Porsche nicht gehen lassen
Alles andere als eine weitere Zusammenarbeit mit Porsche käme einer riesengroßen Überraschung gleich: Preining ist der derzeit erfolgreichste Fahrer im GT-Werkskader der Zuffenhausener und obendrein mit 'seinem' Manthey-Team zu einer schlagkräftigen Einheit verschmolzen. Die Meuspather halten riesengroße Stücke auf die Fähigkeiten von 'Tommy', und der 28-Jährige hat das Vertrauen mehr als zurückgezahlt.
Einen wie Preining kann Porsche eigentlich unter keinen Umständen ziehen lassen, nachdem sich in Folge des WEC-Werksaustieges bereits einige namhafte Piloten - Fred Makowiecki, Matt Campbell, Mathieu Jaminet, Bald-McLaren-Fahrer Laurens Vanthoor und laut Spekulationen auch Kevin Estre - verabschiedet haben oder vor einem künftigen Wechsel stehen.

Porsche-Chef Laudenbach: "Würden gerne mit ihm weitermachen"
Geht es nach Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach, soll Preining 2027 bei Porsche bleiben. "Wir schätzen Tommy sehr", sagte er am Rande des DTM-Finales während einer Medienrunde. "Er hat wieder mordsmäßig abgeliefert und Nervenstärke ohne Ende bewiesen. Wir würden gerne mit ihm weitermachen, klare Aussage. Wenn ich es mir wünschen darf, möchte ich sehr gerne mit Tommy weiterarbeiten."
Es ist kein Geheimnis, dass Preining grundsätzlich ein riesengroßer Fan der DTM ist. Das hat er seit seinem Einstieg 2022 immer wieder betont. Dennoch verspüren Rennfahrer immer wieder den Wunsch, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Gespräche zwischen Preining und Porsche haben bereits stattgefunden. "Wir haben über verschiedene Varianten gesprochen", erklärte Laudenbach.
Die Auflösung dürfte spätestens am 05. Dezember erfolgen, wenn Porsche bei seiner traditionellen 'Night of Champions' in Weissach voraussichtlich den Kader und die Einsatzprogramme der Fahrer für 2027 bekanntgeben wird.



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