Auf diese beiden Autos werden sich die DTM-Fans vermutlich am meisten freuen: die beiden Ford Mustang GT3, die 2025 ihr Renndebüt in der deutschen Traditionsserie geben. Das neue Ford-Werksteam HRT setzt die Muscle Cars ein, womit zum ersten Mal seit der Saison 1994 wieder ein Mustang in der Startaufstellung vertreten ist. Werksseitig ist Ford erstmals seit 1989 wieder in der DTM dabei, damals noch mit dem Ford Sierra Cosworth RS500, den Tourenwagen-Ikone Klaus Ludwig 1988 zum Titelgewinn bugsierte.
Das ehemalige Mercedes-AMG-Team HRT des namensgebenden Ex-DTM-Piloten Hubert Haupt hat es mit seinem Fahreraufgebot bis zuletzt spannend gemacht. Zwei Tage vor den offiziellen DTM-Testfahrten in Oschersleben steht jetzt endlich offiziell fest, welche Piloten die beiden GT3-Mustang an den Start führen werden. Während die meisten Experten mit Arjun Maini als Tipp korrekt lagen, ist Fabio Scherer im zweiten Cockpit eine Überraschung.
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Fabio Scherer: Le-Mans-Held gibt DTM-Comeback
Der Schweizer kehrt in die DTM zurück, nachdem er bereits im Jahr 2020 eine Saison lang für das einstige Audi-Kundenteam WRT ein Class-1-Auto fuhr. Scherer erzielte damals 20 Punkte mit zwei fünften Plätzen in Zolder als besten Ergebnissen. Anschließend wechselte der 25-Jährige auf die Langstrecke und ging vorranging in der WEC, in der IMSA sowie in der European Le Mans Series mit LMP2-Prototypen an den Start.
Scherer schrieb 2023 bei den 24 Stunden von Le Mans weltweite Schlagzeilen, als er fast das gesamte Rennen mit einem angebrochenen Fuß und einer Bänderverletzung bestritt. Obwohl ihm bei einem frühen Boxenstopp eine Corvette über den Fuß gefahren war, hielt Scherer tapfer durch und erhielt schließlich in Form des LMP2-Klassensieges seines Teams Inter Europol Competition ein wohlverdientes 'Schmerzensgeld'.
Scherers #64 Ford Mustang GT3 erinnert vom Aussehen her ein wenig an den berühmten Ford Mustang Eleanor aus dem Hollywood-Film 'Nur noch 60 Sekunden'. Zwei rote Rennstreifen ziehen sich von Front bis Heck über die mattgraue Heritage-Folierung des Mustang und verleihen dem US-Dampfhammer einen grimmigen Look. Das Design ist gleichzeitig eine Hommage an den letzten Ford Mustang in der DTM, den Jürgen Feucht anno 1994 an den Start führte.

'No-Brainer' Arjun Maini macht mit HRT weiter
Mainis Mustang mit der Startnummer #36 hat das gleiche blau-gelbe Farbenkleid wie sein Einsatzauto auf der Nürburgring-Nordschleife. In der NLS sowie beim 24h-Rennen Nürburgring setzt HRT ebenfalls erstmals zwei GT3-Mustang ein. Wie das NLS-Debüt für den Rennstall aus Drees am vergangenen Wochenende lief, könnt ihr in diesem Artikel lesen:
Maini galt im Vorfeld als 'No-Brainer' für einen Stammplatz im HRT-Cockpit. Der 27-Jährige fährt seit 2021 ununterbrochen in der DTM und ab 2022 für HRT. Tat sich der Inder in den ersten Saisons noch schwer, sollte sich die langjährige Verbundenheit mit dem Team zuletzt bezahlt machen: 2024 zählte Maini zu den positiven Überraschungen in der DTM und fuhr mit drei Podesterfolgen sowie einer Pole Position auf den siebten Gesamtplatz.

Was ist für den Ford Mustang GT3 beim DTM-Debüt drin?
Maini, der inzwischen zum Ford-Werkskader zählt, und Scherer verfügen über kaum Renn-Erfahrung mit dem Ford Mustang GT3. Umso wertvoller ist jeder Kilometer auf der Strecke, wie am kommenden Mittwoch bei den Vorsaison-Testfahrten der DTM in Oschersleben. Lange Zeit galt der frühere Manthey-DTM- und heutige Ford-Werksfahrer Dennis Olsen als aussichtsreicher Kandidat für das zweite HRT-Cockpit. Der Norweger verfügt im Gegensatz zu Maini und Scherer bereits über ausreichend Kenntnis mit dem 2024 eingeführten Mustang. (Fans trauern: Ford Mustang GT3 bei 24h Nürburgring 2025 ohne Mies und Rockenfeller)
HRT-Geschäftsführer Uli Fritz hielt die Erwartungshaltung vor dem ersten Einsatzjahr mit dem Mustang eher niedrig: "Wir haben in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass wir in dieser Serie erfolgreich sein können. Mit dem neuen Fahrzeug brauchen wir aber sicher etwas Geduld. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung des Ford Mustang GT3."
Mit dem Mercedes-AMG GT3 errang HRT seit der Teamgründung 2020 die DTM-Meisterschaft 2021 durch Maximilian Götz, den Fahrer- und Teamtitel in der GT World Challenge 2023 sowie die Teamtitel im ADAC GT Masters 2023 und 2024.
Mit den beiden HRT-Piloten Maini und Scherer ist das DTM-Starterfeld für die Saison 2025 komplett, falls sich nicht noch mehr verrückte Überraschungen ergeben wie zuletzt um den Land-Audi. Alle Infos dazu und die Teilnehmerliste findet ihr in diesem Artikel:



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