Aston Martin entwickelt sich langsam, aber sicher zum Trainings-Weltmeister der WEC: Die Briten schlossen das 2. Training beim Debüt in Barcelona mit der Bestzeit ab. Die Fahrer des V12-Valkyrie hatten sich während der zweiten Saisonhälfte schon in Sao Paulo und Fuji durchgesetzt, nur in den Rennen will es noch nicht so recht klappen.

Aston-Werksfahrer Harry Tincknell fuhr in Barcelona zu seiner dritten Session-Bestzeit in diesem Jahr. Bei der Rennpremiere der WEC auf dem katalanischen Kurs errang der Brite am Nachmittag sogar die Tagesbestmarke: Tincknell umrundete die Strecke in 1:31.712 Minuten und unterbot damit die FP1-Zeit von Robert Kubica am Morgen (1:31.891, AF-Corse-Ferrari).

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WEC in Barcelona: Ferrari und Aston Martin geben den Ton an

Der frühere Formel-1-Fahrer aus Polen präsentierte sich auch im 2. Training schnell und sicherte sich den dritten Platz. Sein Rückstand im gelben #83 Ferrari zu Spitzenreiter Tincknell betrug nur 0,084 Sekunden. Zwischen die beiden quetschte sich Mathys Jaubert mit seinem #17 Genesis GMR-001 auf den zweiten Platz.

Ferrari und Aston Martin hatten schon im 1. Freien Training einen guten Eindruck hinterlassen und alle Positionen in den Top-5 unter sich ausgemacht. Am Nachmittag mischten neben Genesis Magma Racing auch Cadillac und Toyota im vorderen Feld mit: Rückkehrer Alex Lynn, der 2027 für McLaren an den Start gehen wird, belegte P4 im #12 Jota-Cadillac. Le-Mans-Sieger Nyck de Vries komplettierte die Top-5 im Toyota mit der Startnummer #7.

Ein zwischenzeitlicher Kontakt zwischen dem #7 Toyota (De Vries, Conway, Kobayashi) und dem #15 BMW blieb ohne Konsequenzen. Die #7 Crew belegt vor dem vorletzten Saisonrennen den zweiten Platz in der WM-Tabelle hinter dem Toyota-Schwesterauto (Buemi, Hartley, Hirakawa), das im 2. Training auf P8 landete. Davor ordneten sich der zweite Cadillac sowie der #50 Werks-Ferrari ein. Nur der amtierende #51 Weltmeister-Ferrari konnte nicht mithalten und musste sich mit dem zwölften Platz in Reigen der 17 Hypercars begnügen.

Training: BMW gelingt Verbesserung im 2. Training

Der schnellere der beiden BMW M Hybrid V8 ordnete sich auf Platz neun in der Ergebnisliste ein, mit Raffaele Marciello am Steuer der #15. Das Schwesterauto um Rene Rast kam nicht über P14 hinaus. Im 1. Freien Training landeten die beiden BMW mit mehr als 2 Sekunden Rückstand am Ende des Feldes. Die einstigen WM-Titelanwärter verlieren in der zweiten Saisonhälfte immer mehr den Anschluss zu Spitzenreiter Toyota.

Die Fahrer legten ihre Qualifying-Simulationen wie üblich zu Beginn des Trainings ein, bevor sich die Teams auf Long Runs fokussierten. Auf Daten aus der Vergangenheit können sie nicht zurückgreifen, weil die WEC zum ersten Mal in ihrer Geschichte in Barcelona gastiert. Der Formel-1-Kurs ersetzt den eigentlich als Saisonauftakt geplanten Lauf in Katar im umgestalteten Rennkalender.

WEC-Zeitplan wegen GT World Challenge zerstückelt

Weiter geht es am Samstag mit dem 3. Freien Training und dem Qualifying, das zunächst nur den LMGT3-Autos vorbehalten ist. Der zerstückelte Zeitplan ist eine einmalige Lösung, um Fahrern die Gelegenheit zu bieten, parallel bei der GT World Challenge in Portimao anzutreten. Vier Fahrer pendeln am Wochenende zwischen Spanien und Portugal. Das Qualifying für die Hypercars beginnt um 15:40 Uhr. Der Start zum 6-Stunden-Rennen folgt am Sonntag um 12:00 Uhr.

WEC Barcelona 2026: Ergebnis 2. Training (Hypercars)

PositionFahrerTeamRückstand
1Harry Tincknell / Tom Gamble#007 Aston Martin1:31.712
2André Lotterer / Pipo Derani / Mathys Jaubert#17 Genesis+0,038
3Yifei Ye / Robert Kubica / Phil Hanson#83 AF-Corse-Ferrari+0,084
4Will Stevens / Norman Nato / Alex Lynn#12 Cadillac+0,092
5Mike Conway / Kamui Kobayashi / Nyck de Vries#7 Toyota+0,204
6Earl Bamber / Sébastien Bourdais / Jack Aitken#38 Cadillac+0,267
7Antonio Fuoco / Miguel Molina / Nicklas Nielsen#50 Ferrari+0,432
8Sébastien Buemi / Brendon Hartley / Ryo Hirakawa#8 Toyota+0,541
9Kevin Magnussen / Raffaele Marciello / Dries Vanthoor#15 BMW+0,549
10Alex Riberas / Marco Sørensen#009 Aston Martin+0,623
11Loïc Duval / Malthe Jakobsen / Théo Pourchaire#94 Peugeot+0,969
12Alessandro Pier Guidi / James Calado / Antonio Giovinazzi#51 Ferrari+1,269
13Mathieu Jaminet / Paul-Loup Chatin / Daniel Juncadella#19 Genesis+1,427
14Robin Frijns / René Rast / Sheldon van der Linde#20 BMW+1,568
15Charles Milesi / Ferdinand Habsburg#35 Alpine+1,892
16Jules Gounon / Victor Martins#36 Alpine+2,002
17Paul Di Resta / Nick Cassidy / Alex Quinn#93 Peugeot+2,502

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