Munteres Treiben auf dem Transfermarkt der WEC: Hypercar-Neueinsteiger McLaren hat mit Alex Lynn einen weiteren Fahrer für sein Debüt 2027 in der Langstrecken-WM präsentiert. Der Brite stößt zu den bereits bestätigten Piloten Mikkel Jensen und Laurens Vanthoor. Damit hat McLaren noch drei weitere Cockpits für seine beiden LMDh-Hypercars zu vergeben.
Der britische Autobauer gab Lynns Verpflichtung an diesem Donnerstag bekannt, kurz vor dem Beginn des vorletzten WEC-Rennwochenendes in Barcelona (16.-18. Oktober). Beim Debüt auf dem spanischen Kurs, der als Alternative für das abgesagte Rennen in Katar einspringt, steigt Lynn zum ersten Mal in diesem Jahr wieder in den LMDh-Cadillac von Jota. Der 33-jährige verpasste alle vorangegangenen Saisonrennen wegen einer Rückenverletzung samt Operation.
Danach folgt noch das Saisonfinale in Monza (08. November 2026), bevor sich Lynn nach insgesamt vier WEC-Saisons mit Cadillac verabschiedet. "Kann es für einen britischen Fahrer eine größere Ehre geben, als für McLaren zu fahren? Ich glaube nicht", wurde der ehemalige Le-Mans-Polesetter zitiert. "Ich unterschätze die Herausforderung nicht. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es unglaublich schwierig ist, in der WEC und in Le Mans zu gewinnen. Ich sehe aber schon, dass McLaren die Basis für ein Team gelegt hat, das Meisterschaften gewinnen könnte."
WEC-Wechsel: Antonio Felix da Costa von Alpine zu Cadillac
Das Caddy-Einsatzteam Jota hat im gleichen Zuge zwei Neuverpflichtungen für 2027 bekanntgegeben: Antonio Felix da Costa wechselt von Bald-Aussteiger Alpine und kehrt zur Mannschaft um Teamchef Dieter Gass zurück. Für den Portugiesen, der mit Jota schon 2022 die LMP2-Meisterschaft in der WEC gewann und einen Klassensieg in Le Mans feierte, ist die Saison bereits beendet: Alpine setzt sein zuletzt in Fuji begonnenes Zwei-Fahrer-System in Barcelona fort.
Neben Felix da Costa erhält außerdem IMSA-Pilot Ricky Taylor 2027 ein Stammcockpit im Jota-Cadillac, nachdem er bereits in Austin fuhr.
Nächstes Jahr nicht mehr dabei ist neben Lynn der Franzose Sebastien Bourdais. Der frühere Formel-1-Fahrer sagte nach zwei Jahren bei Jota: "Der Einstieg bei Jota mit Cadillac war für uns alle eine neue Herausforderung. Es war sehr erfreulich zu sehen, wie sich das Programm weiterentwickelt hat und dass ich auf diesem Weg zu einigen starken Ergebnissen beitragen konnte."
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