Toyota bestimmt das Geschehen in der Startphase des 8-Stunden-Rennens in Bahrain. Die beiden aus Reihe eins gestarteten Toyota GR010 Hybrid ließen in der ersten Stunde beim großen WEC-Saisonfinale nichts anbrennen. Die Pole-Setter mit der Startnummer #7 um Startfahrer Mike Conway lagen bis zu den ersten Boxenstopps souverän in Führung. Der frühere Formel-1-Fahrer Brendon Hartley belegte Platz zwei im #8 Schwester-Toyota.

Interessant: Toyota entschied sich bei beiden Autos für einen Start auf gemischten Reifen: Hart auf der linken Vorderseite, Mediums auf der rechten Vorderachse. Die ersten Runden nach dem Start um 14:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr deutscher Zeit) unter der gleißenden Mittagssonne (knapp 30 Grad) gingen größtenteils sauber über die Bühne. #12 Cadillac-Fahrer Will Stevens gelang es kurzzeitig, das Peugeot-Duo - beide komplett auf Hart-Reifen - auf den Plätzen drei und vier zu splitten, bevor Paul Di Resta im #93 Peugeot 9X8 die vierte Position zurückeroberte.

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Bahrain-Startphase: Ferrari-Trio kämpft sich nach vorne

Die meisten Platzgewinne verzeichneten die drei Ferrari 499 P: Antonio Giovinazzi in der #51 der WM-Spitzenreiter machte eine Position gut und lag an sechster Stelle. Wegen eines späteren Drehers von Di Resta kam der frühere Formel-1-Fahrer kurz vor den ersten Stopps sogar bis auf P4 nach vorne.

Der gelbe AF-Corse-Ferrari, der sich nach dem Le-Mans-Sieg ebenfalls Hoffnungen auf den Titelgewinn machen kann, preschte mit Phil Hanson am Steuer um vier Plätze bis auf P8 nach vorne. Zwischen den beiden Ferrari hielt sich der #009 Aston Martin Valkyrie zunächst wacker.

Im dritten Ferrari mit der Startnummer #50 hatte Nicklas Nielsen alle Hände voll zu tun, um Plätze zu gewinnen und sich auf P9 zu etablieren. Nielsen geriet zunächst mit dem BMW von Kevin Magnussen aneinander und boxte sich später mit leichtem Kontakt an Julien Andlauers #5 Porsche vorbei.

Weltmeister-Porsche macht Plätze nach kniffligem Start gut

Der zweite Penske-Porsche mit den Noch-Weltmeistern Lauren Vanthoor (Startfahrer) und Kevin Estre tat sich nach Start von P18 - Estre hatte sich im Qualifying am Samstag kapital verbremst - zunächst schwer und kam kaum voran.

Vor dem Ende der ersten Rennstunde fand Vanthoor allerdings zur Pace und stürmte bis auf Platz zwölf nach vorne. "Am Anfang war es ein Wartespiel, aber als andere Autos in Schwierigkeiten mit dem Reifenverschleiß gerieten, kamen wir weiter nach vorne", sagte Estre. Die #6 Porsche-Crew muss allerdings deutlich vor den Ferrari landen, um die Fahrer-WM zu verteidigen.

Für Alpine lief beim womöglich vorerst letzten WEC-Rennen von Porsche nicht allzu viel zusammen. Teamkollege Fred Makowiecki fiel im #36 Alpine A424 früh von P13 bis auf die 17. Position zurück. Ferdinand Habsburg im #35 Schwester-Auto belegte Rang 15. In der LMGT3-Klasse verteidigte Arnold Robin im #78 Lexus RC-F GT3 die am Vortag von Teamkollege Finn Gehrsitz herausgefahrene Pole Position.